Mittwoch, 21. Juli 2004

Vergebliche Suche nach Foruniret-Opfer:
Grabungen in Südbelgien blieben erfolglos

  • Polizei entdeckte keine weitere Mädchen-Leiche

Kein Erfolg für die belgische Polizei: Die Suche nach der Leiche eines weiteren verschwundenen Mädchens gesucht bei einem früheren Haus des geständigen Serienmörders Michel Fourniret blieben ohne Ergebnis. Auf dem Grundstück im südbelgischen Sart-Custinne sei zunächst nichts gefunden worden, teilten die Spurensucher am Mittwochnachmittag mit.

Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, konzentrierte sich die Suche auf einen künstlich angelegten Teich hinter dem Haus in unmittelbarer Nähe zur Dorfkirche, in dem Fourniret mit seiner Frau und seinem Sohn rund zehn Jahre lang gewohnt hatte. Die Suche galt einem Au-pair-Mädchen, das 1993 von der Familie Fourniret angestellt wurde und spurlos verschwand. Fournirets Frau beschuldigt ihren Mann, die junge Frau ermordet zu haben. Der Verdächtigte bestreitet dies jedoch.

Auf der Suche nach der Leiche ließ die Polizei nun das Wasser aus dem Teich ab, den Fourniret laut einer Nachbarin einst selbst angelegt hatte. Zudem wurde auf dem Grundstück an zwei Stellen drei Meter tief gegraben. Gefunden wurde aber nichts. Der Boden sei seit Jahren unangetastet geblieben, sagte ein Polizeisprecher. "Wir haben die Suche hier beendet und absolut nichts gefunden."

Bisher hat Fourniret, der in Belgien inhaftiert ist, neun Morde gestanden. Die Leichen von zwei jungen Mädchen waren Anfang Juli in einem Jagdschloss in den französischen Ardennen gefunden worden, das Fourniret bis 1992 gehörte. Der 62-jährige Franzose war im Juni 2003 in Belgien festgenommen worden. Dort war ihm ein 13-jähriges Mädchen entkommen, das den Behörden das Kennzeichen seines Wagens nennen konnte. Bereits unmittelbar nach der Festnahme Fournirets hatte die Polizei auf dem Grundstück in Sart-Custinne erfolglos nach vergrabenen Leichen gesucht. (apa/red)

21.7.2004 11:09