Votum gegen Sperrwall: Israel wirft
der EU "schändliches" Verhalten vor
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Israel hat der Europäischen Union ein "schändliches" Verhalten in der Vollversammlung der Vereinten Nationen vorgeworfen. Er sei erschüttert darüber, dass die 25 EU-Mitglieder in "beschämender" Weise die "furchtbar einseitige" Resolution unterstützt hätten, erklärte der israelische UNO-Botschafter Dan Gillerman im israelischen Rundfunk. Israel hätte von den Europäern zumindest Stimmenthaltung erwarten können.
Besonders verwerflich sei das Vorgehen Frankreichs gewesen, das im Sinn "seiner palästinensischen Freunde" auf die anderen EU-Staaten eingewirkt habe, sagte der israelische Diplomat.
Die UNO-Generalversammlung hat mit den Stimmen von 150 Staaten den Abriss des israelischen Sperrwalls im Westjordanland gefordert und damit die Konsequenzen aus dem Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) in Den Haag vom 9. Juli gezogen, der die Anlage für völkerrechtswidrig erklärt hat.
Die EU hatte bis zur letzten Minute Bedenken gegen den Resolutionstext vorgebracht und das Votum mehrfach verzögert. Neben Israel und den USA stimmten noch vier weitere Staaten, darunter Australien, gegen die Entschließung, zehn Staaten enthielten sich. (apa/red)
