Barrosos 1. Auftritt vor Europa-Parlament: Indirektes Nein zum "Super-Kommissar"
- "Es wird keine Kommissare 1. und 2. Ordnung geben"
- Donnerstag stimmen Abgeordnete über Nominierung ab
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Es ist sein 1. auftritt vor dem Europa-Parlament: Jose Manuel Durao Barroso, designierter Präsident der EU-Kommission, erläuterte heute in Straßburg seine politische Ziele. Und er sagt Nein zur Forderung nach einem "Super-Kommissar": "Es wird keine Kommissare erster und zweiter Ordnung geben".
Der designierte künftige EU-Kommissionspräsident hat Forderungen nach Schaffung eines Super-Kommissar für Wirtschaftsfragen indirekt abgelehnt. Besonders Deutschland hatte sich für die Ernennung eines "Superkommissars" eingesetzt und dafür auch den bisherigen Erweiterungskommissar Günter Verheugen vorgeschlagen.
Jose Manuel Durao Barroso: "Es wird keine Kommissar der ersten und zweiten Ordnung geben in einer Kommission, in der ich den Vorsitz führen werde", betonte er am Mittwoch. Die Straßburger Abgeordneten wollen am Donnerstag über die Nominierung Barrosos als künftigen EU-Kommissar abstimmen. Durao Barroso braucht die Zustimmung des Europaparlaments, um im Herbst Nachfolger des Italieners Romano Prodi werden zu können.
Durao Barroso muss vor allem bei den Sozialisten und Liberalen um Stimmen werben. Diese sind bis dato in der Frage gespalten, ob sie für ihn votieren oder nicht. (apa/red)
