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- Richter in der Nähe seines Wohnhauses im Auto getötet
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Israel nennt Spruch von Gerichtshof Propaganda
Die Gewaltspirale im Nahen Osten dreht sich unaufhörlich weiter. Am Montag ist ein israelischer Richter in einem nördlichen Vorort von Tel Aviv erschossen aufgefunden worden.
Die palästinensischen Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden haben sich zum Mord an einem israelischen Richter bekannt, der am Montag in Tel Aviv erschossen in seinem Auto aufgefunden wurde. Der israelische Justizminister Yosef Lapid sagte hingegen unter Berufung auf Ermittler, der Mord an dem 49-jährigen Richter Edi Asar gehe nicht auf das Konto militanter Palästinenser.
Lapid glaubt Al Aksa nicht
"Wir sind uns jetzt schon ziemlich sicher, dass hier kein terroristischer Hintergrund vorliegt und das das Prahlen der Terroristen-Organisation keine Grundlage hat", sagte Lapid dem Sender Radio Israel. Zuvor hatte ein Anrufer bei der Nachrichtenagentur Reuters erklärt, die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden hätten den Richter getötet, weil er angeregt habe, die Palästinenser-Regierung für Selbstmordanschläge auf Israelis zu einer Geldstrafe zu verurteilen. Der Mord sei auch ein Racheakt für die Tötung des führenden Hisbollah-Mitglieds Ghaleb Awali.
Die militante Hisbollah hatte israelische Agenten für den Tod Awalis verantwortlich gemacht, der bei einem Bombenanschlag am Morgen in Beirut ums Leben kam. Die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden gehören zur Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Yasser Arafat.
Sharon "zutiefst schockiert"
Israelische Medien berichteten, der Richter sei in dem Vorort Ramat Hasharon aus nächster Nähe durch drei Schüsse in den Oberkörper getötet worden. Lapid sagte, es werde ermittelt, ob der Mord einen kriminellen Hintergrund habe. Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon erklärte, der Mord habe ihn "zutiefst schockiert".
Im Westjordanland erschossen israelische Soldaten am Abend einen Palästinenser. Der 18-Jährige sei bei Kämpfen zwischen Soldaten und Palästinensern im Flüchtlingslager Balata bei Nablus tödlich getroffen worden, berichtete ein örtliches Krankenhaus. Das Opfer sei Mitglied der Al-Aksa-Märtyrerbrigaden gewesen.
(apa/red)
