Frischluft statt Pferdeduft: Roms Kutscherpferde werden stubenrein
- Nach Protesten von Anwohnern: "Pooh-Bag" ist Pflicht!
- Römische Kutscher müssen dem Wiener Beispiel folgen
Der delikate Duft von frischen Pferdeäpfeln wird Besuchern der "Ewigen Stadt" Rom künftig erspart bleiben: Wie auch die Wiener Fiaker müssen die römischen Kutscher ab August mit so genannten "Pooh-Bags" unterwegs sein.
Rom nimmt sich an Wiens Fiakern ein Beispiel. In der "Ewigen Stadt" werden "Pooh-Bags" für Kutschpferde ab dem 15. August verpflichtend vorgeschrieben. Dies wurde von Bürgermeister Walter Veltroni beschlossen, nachdem es wiederholt zu Protesten wegen "Rossäpfeln" in der Innenstadt gekommen war. Vor allem vor dem Kolosseum, auf der Piazza Venezia, der Spanischen Treppe und der Piazza Navona sei im Sommer der Gestank wegen der Exkrementen der Pferde unerträglich, bemängelten die Bewohner des Zentrums.
Die Stadtverwaltung wird kontrollieren, ob die Kutscher bzw. Betreiber entweder die Rossäpfel wegräumen oder "Exkremententaschen" verwenden. Dafür werden auf Kosten der Stadtverwaltung zwei neue Stellplätze für Pferdekutschen im bekannten Lokalviertel Trastevere und auf der Via Appia Antica eingerichtet, berichteten römische Tageszeitungen.
Gegen die "Pooh-Bags" protestierten die römischen Kutscher verärgert. Der Kotbeutel sei problematisch und werde die Geruchsproblematik in der Innenstadt ohnehin nicht vollständig lösen, meinte ein Sprecher der Kutscher. (apa/red)
