Großfahndung in Nepal: 50 Schüler und Lehrer von maoistischen Rebellen entführt
- Gekidnappt in der Nähe der Hauptstadt Kathmandu
- Sicherheitskräfte fahnden nach Jugendlichen & Lehrern
In Nepal wurden in den vergangenen Monaten bereits Hunderte Jugendliche von maoistischen Rebellen entführt, um diese für ihre "Sache" zu gewinnen. Nun verschwanden südlich von Kathmandu abermals 50 Schüler und zwölf Lehrer.
Nach der Entführung von rund 50 Schülern und zwölf Lehrern in Nepal haben die Sicherheitskräfte des Himalaya-Königreichs am Montag eine Großfahndung gegen die maoistischen Rebellen eingeleitet. Diese hatten die Jugendlichen im Alter von 15 und 16 Jahren sowie deren Betreuer am Sonntag in der Ortschaft Chiamale südlich von Kathmandu in ihre Gewalt gebracht. Es war nach Polizeiangaben das erste Mal, dass sich eine Entführung so nahe im Umkreis der Hauptstadt ereignete.
Die maoistischen Guerilleros haben in den vergangenen Monaten Hunderte Jugendliche vorübergehend gekidnappt, um sie für ihre Sache zu gewinnen. Der bewaffnete Konflikt in dem Himalaya-Königreich kostete seit 1996 mehr als 10.000 Menschen das Leben. Im Jänner 2003 war auf Initiative von König Gyanendra ein Abkommen erzielt worden, das jedoch nicht hielt. Die Rebellen forderten allgemeine Wahlen zu einer Verfassunggebenden Versammlung und lehnten die angebotene Entsendung eigener Vertreter in eine Übergangsregierung ab. (apa/red)
