Montag, 19. Juli 2004

Pastorin tot, vier Gläubige verletzt: Blutiger Anschlag auf indonesische Kirche

  • Ziel der Attentäter war eine christliche Kirche
  • Welle der Gewalt zwischen Moslems und Christen

Bereits seit 1999 kommt es in Indonesien immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen muslimischer und christlicher Religionsgruppen. Beim neuerlichen Anschlag auf eine christliche Kirche kam die Pastorin ums Leben, vier Gläubige wurden verletzt.

Auf der indonesischen Insel Sulawesi sind Unbekannte in eine christliche Kirche eingedrungen und haben das Feuer eröffnet. Nach Polizeiangaben vom Montag wurden die Pastorin getötet und vier Gläubige verletzt. Zuvor überwältigten zwei bewaffnete Männer am Sonntagabend einen Wachmann der Kirche in Palu.

Teile von Sulawesi wurden 1999 und 2000 von schweren Ausschreitungen zwischen Muslimen und Christen erschüttert. Die Gewalt kostete mehr als 2.000 Menschen das Leben. Seit 2001 kommt es noch sporadisch zu Gewalt zwischen Angehörigen der beiden Religionsgruppen. Bewaffnete Mitglieder der islamistischen Organisation Laskar Jihad waren von der Hauptinsel Java nach Sulawesi gekommen. Die Miliz ist auf den Molukken berüchtigt, wo sie einen Feldzug gegen die christliche Minderheit führt. (apa/red)

19.7.2004 09:50