Kerry vor Bush: Zumindest bei der Anzahl der Wahlkampfspots!
- Bisher wurden 200 Mio. $ für TV-Werbung ausgegeben
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Im US-Fernsehen werben mehr Spots für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry als für US-Präsident George W. Bush. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Institut Nielson Monitor-plus und eine Abteilung der Universität von Wisconsin am Sonntag veröffentlichten.
Bisher gaben die Kandidaten im Rennen um das Weiße Haus laut Goldstein mehr als 200 Millionen Dollar (rund 162 Millionen Euro) für Fernsehwerbung aus - das demokratische Lager habe etwas mehr investiert als das des Amtsinhabers.
Der Studie zufolge schaltete das Wahlkampfteam von Bush zwischen dem 4. März und dem 20. Juni zwar mehr Fernsehspots als das von Kerry. Letzerer erhielt aber die Unterstützung mehrerer Organisationen wie dem Media Fund, MoveOn.org und der Gewerkschaft AFL-CIO. Vor allem in den Ballungszentren entscheidender Bundesstaaten sähen die Fernsehzuschauer daher insgesamt öfter Werbespots für Kerry, sagte Ken Goldstein, einer der Autoren der Studie, der Nachrichtenagentur AFP.
Besonders intensiv werben Republikaner und Demokraten danach um die Gunst der Wähler in den Staaten Ohio und Missouri. Dabei zielen der Studie zufolge die Fernsehspots eher auf Frauen und auf Menschen über 55 Jahren. Insgesamt leben demnach allerdings fast 60 Prozent der US-Bürger in Gegenden, in denen seit März kein einziger Wahlkampfspot im Fernsehen zu sehen war. (apa)
