Fotograf der "Kuss-Fotos" schwört: Es gab keinen Kuss. Es war eine Umarmung
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Der Skandal im Priesterseminar, dokumentiert mit Fotos von küssenden Männern im Priestergewand: Jetzt spricht der Fotograf - was auf dem Bild zu sehen ist, sei kein Kuss. Sondern nur eine Umarmung! Der Seminarist entlastet seinen ehemaligen Vorgesetzten: "Es hat keinen Kuss gegeben. Was in den Zeitungen über unseren bisherigen Subregens geschrieben wurde, ist absolut nicht wahr." Visitator Klaus Küng will unterdessen "jedem zur Verfügung zu stehen, der meint, etwas Wichtiges mitteilen zu müssen". Terminanmeldungen sind ab sofort möglich.
Die so genannten "Kuss-Fotos" von der Weihnachtsfeier im Priesterseminar St. Pölten sorgten in den vergangenen Wochen für Aufregung. Auf ihnen waren sowohl Priesteramtsanwärter ("Alumnen") als auch Subregens Wolfgang Rothe in eindeutigen Positionen zu sehen. Kath.Net veröffentlichte am Mittwoch eine Stellungnahme des Fotografen.
Im Gedächtnisprotokoll hielt der Seminarist fest: "Ich habe bei der Feier mit dem Subregens Fotos gemacht, die nur auf meinem Computer gespeichert waren. Weil einige Fotos nicht gut ausgesehen haben, habe ich nur von den anderen Abzüge gemacht und dem Subregens gegeben. Die in meinem Computer gespeicherten Fotos habe ich sofort gelöscht. Es tut mir leid, dass die Fotos mit dem Subregens und einem Alumnen (der Name ist Kath.Net bekannt, Anm.) ein schlechtes Bild machen. Wer ihn (den Alumnen, Anm.) kennt, weiß, dass er immer ganz überschwänglich ist. Weil ich die Fotos selbst gemacht habe, weiß ich, dass es keinen Kuss gegeben hat, sondern nur eine Umarmung."
Bei Klerikern in Polen sei es "ganz normal", dass man sich Frohe Weihnachten in Form eines "Friedensgrußes" wünscht. Dabei gibt man sich laut Angaben des Seminaristen nicht nur die Hand, sondern umarmt sich drei Mal. Mehr sei nicht passiert: "Wir tranken dann noch Sekt und aßen etwas Kuchen und andere Sachen. Bald mussten wir gehen, weil es im Priesterseminar noch Arbeit gab für die offizielle Weihnachtsfeier."
Termine beim Visitator möglich
Termine beim Apostolischen Visitator Küng sind in der Zwischenzeit über dessen Sekretär Bernhard Augustin zu erhalten. Interessenten können sich unter Tel.: 02742 / 324 (Bischöfliches Ordinariat) melden. Augustin nehme die Anfrage entgegen und sorge für die Koordination. Küng hatte angekündigt, im Rahmen der Visitation "jedem zur Verfügung zu stehen, der meint, etwas Wichtiges mitteilen zu müssen". (apa)
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