Ex-Regens setzt sich zur Wehr: Politiker und Künstler mit Ehrenerklärung für Küchl
- "Medialer Vernichtungsschlag gegen unerwünschte kirchliche Amtsträger"
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Zurückgetretener St.-Pölten-Regens setzt sich zur Wehr: Ulrich Küchl, ehemaliger Regens des Priesterseminars und Probst des Stiftes Eisgarn, wehrt sich nunmehr gegen die gegen ihn erhobenen Vorwürfe homosexueller Handlungen. Von seiner Anwältin ließ er am Mittwoch eine von 16 Personen, darunter der NÖ Landesrat Wolfgang Sobotka (V), unterzeichnete "Ehrenerklärung" verbreiten. Und er selbst sprach in einer "Erklärung" von einem "medialen Vernichtungsschlag gegen unerwünschte kirchliche Amtsträger".
In der "Ehrenerklärung" heißt es, die Unterzeichneten kennen Küchl seit langem und schätzen ihn als "integre Persönlichkeit, achten ihn als gütigen, menschenfreundlichen Priester und bewundern seine herausragenden Fähigkeiten als Musiker und Komponist". Man bedauere "die gegen ihn gerichtete unseriöse Medienberichterstattung" und verlange die Wiederherstellung seines guten Rufes und Ansehens.
Als Unterzeichner werden angeführt: Lotte Ingrisch, Schriftstellerin; Dr. Wilhelm Sinkovicz, Journalist; Dr. Michaela Schlögl, Schriftstellerin; Romuald Pekny, Kammerschauspieler; Dr. Jutta Unkart-Seiffert, Sängerin; Mag. Ulf-Diether Soyka, Komponist; Prof. Dr. Siegfried Nasko, NÖ Landtagsabgeordneter;, Mag. Wolfgang Sobotka, NÖ Landesrat; Ing. Karl Brunner, Bürgermeister; Dr. Lilo Theiner, Pianistin; Dr. Walter Breitner, Pianist und Komponist; Prof. Arnulf und Helena Neuwirth, Künstler; Prof. Emil Jaksch, Künstler; Evelyn Schlag, Schriftstellerin; Balduin Sulzer, Komponist.
Küchl selbst wies die gegen ihn erhobenen "Anschuldigungen und Vorwürfe, wie beispielsweise sexueller Missbrauch von Priesterseminaristen, eine angebliche homosexuelle Trauungszeremonie, pornographische Darstellungen mit Priesterseminaristen und anderes mehr" zurück, diese ihm vorgeworfenen Handlungen hätten niemals stattgefunden. "Die Anschuldigungen sind in Wahrheit das Produkt einer schlampigen, auf Sensation bedachten Recherche. Vermeintliche Indizien, unbeweisbare Vorwürfe, unglaubwürdige Aussagen unzuverlässiger, sich als 'Zeugen' ausgebender Personen und journalistische Phantasie wurden unter dem Vorwand der Wahrheitssuche zu einer zynischen Skandalgeschichte verarbeitet."
Angesichts der veröffentlichten Fotos spricht Küchl von einer "voreiligen und unzulässigen homosexuellen Interpretation angeblicher 'Beweisphotos'" und ihrem "mit Sicherheit illegalen (!) Weg in die Öffentlichkeit". Dies lasse zwangsläufig die Vermutung aufkommen, "dass von langer Hand vorbereitet ein geeigneter Anlass - die kriminelle Nutzung des Internet - zu einem medialen Vernichtungsschlag gegen unerwünschte kirchliche Amtsträger, im Besonderen gegen Diözesanbischof Dr. Kurt Krenn instrumentalisiert wurde. Schmerzlich ist in diesem Zusammenhang der dringende Verdacht einer Beteiligung kirchlicher Kreise." (apa/red)
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