Montag, 19. Juli 2004

Causa Krenn: Bundespräsident Fischer weist Krenn-Kritik zurück!

  • Die Äußerung "betrübt und betroffen" zu sein, stehe jedem Vertreter der Republik zu

Bundespräsident Heinz Fischer wies am Montag in einer Pressekonferenz die Kritik des St. Pöltner Bischofs Kurt Krenn, er, Fischer, sei in kirchlichen Dingen nicht so erfahren, der Bundespräsident tue ihm leid, zurück. Er habe in einer Stellungnahme vergangene Woche lediglich betont, dass er angesichts der Vorgänge, wie sie den Medienberichten zu entnehmen seien, "betrübt und betroffen" sei, betonte Fischer. Und er denke, diese Äußerung stehe jedem Vertreter der Republik zu.

Und ihm Übrigen habe er, Fischer, auf Stellungnahmen wie jene des steirische Diözesanbischof Egon Kapellari ("Sumpf schleunigst trockenlegen") verwiesen, die bereits "in die richtige Richtung weisen" würden, bekräftigte das Staatsoberhaupt.

Angesprochen auf seinen künftigem Umgang mit den gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften meinte Fischer in der Pressekonferenz, er sei nicht nur mit allen diesen Gruppen "sehr gesprächsbereit", sondern auch "sehr interessiert" an diesem Dialog. Mit Kardinal Christoph Schönborn habe er noch vor Antritt seines Amtes einen Gesprächstermin für 9. Juli in der Hofburg fixiert gehabt - leider seien da da bekannten traurigen Ereignisse, also der Tod von Amtsvorgänger Thomas Klestil, dazwischen gekommen.

Nach der Rückkehr Schönborns aus dem Urlaub werde es aber zu seinem Zusammentreffen mit dem Kardinal kommen, kündigte Fischer an. Gespräche werde es auch mit Vertretern anderen Religionsgemeinschaften geben. (apa)

19.7.2004 12:37