Bekommt St. Pölten einen neuen Bischof? Erste Spekulationen über Krenn-Nachfolger
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Das Schreiben im Wortlaut zum Nachlesen
Kurt Krenn ist zurückgetreten, die Diözese St. Pölten braucht jetzt einen neuen Bischof. Favorit ist der Feldkircher Bischof Klaus Küng, der im Zuge der Affäre in St. Pölten als Visitator entsandt worden war. In Kirchenkreisen wird aber nicht ausgeschlossen, dass ein "Überraschungskandidat" ausgewählt wird.
Als mögliche Kandidaten für St. Pölten genannt werden neben Küng der Abt von Heiligenkreuz, Georg Henckel-Donnersmarck, der Kärntner Bischof Alois Schwarz und der Wiener Weihbischof Ludwig Schwarz. Nicht ausgeschlossen wird, dass Nuntius Georg Zur wieder einen unerwartete Personalentscheidung vorbereitet, wie im vergangenen Jahr, als der - in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannte, aus Oberösterreich stammende - Dogmatikprofessor in Trier, Manfred Scheuer, vom Papst zum Diözesanbischof von Innsbruck ernannt wurde.
Küng wurde am 5. März 1989 von seinem Vorgänger Bruno Wechner zum Bischof von Feldkirch geweiht. Der promovierte Mediziner gilt als konservativ, er tritt entschieden gegen die Euthanasie ("schwerer Verstoß gegen Lebensschutz") auf und hat des Öfteren sein Missfallen an der Abtreibungs-Praxis geäußert. Schwere Kritik und Skepsis bringt ihm seine Mitgliedschaft bei "Opus Dei" ein.
Henckel-Donnersmarck (61) wird seit Jahren bei fast jeder Bischofsernennung als Kandidat "gehandelt". Der adelige Zisterzienserpater ist Spätberufener und gilt als gemäßigt konservativer Kirchenmann. Als 34-Jähriger gab er seinen Job als Topmanager auf und trat in das Zisterzienserstift Heiligenkreuz südlich von Wien ein, wo er seit 1999 als Abt tätig ist.
Alois Schwarz (52) ist seit 2001 Bischof von Klagenfurt. Der Pastoraltheologe war zuvor Weihbischof in Wien. Sein Nachfolger in dieser Funktion wurde 2001 der Salesianerpater Ludwig Schwarz (64). Beide gelten ebenfalls als mögliche Krenn-Nachfolger.
Der neue Bischof von St. Pölten dürfte jedenfalls von außerhalb der Diözese kommen. Überlegungen, wonach ein Abt aus einem der vielen Stiften der Diözese St. Pölten Krennn-Nachfolger werden könnte, gelten als sehr unwahrscheinlich.(apa/red)
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