Sonntag, 25. Juli 2004

Wieder schwere Unwetter: Überflutungen und Murenabgänge in der Steiermark

  • Annagraben nördlich von Graz durch Erdmassen verlegt
  • Wanderer bei Schlechtwetter mit Helikopter geborgen

In der Steiermark ist es am Samstagnachmittag wegen heftiger Gewitter lokal zu Überflutungen sowie zu einem Murenabgang gekommen. Teils sintflutartige Regenfälle - so die Sicherheitsdirektion Steiermark - führten in den Gemeinden rund um den Grazer Hausberg Schöckl (Bezirk Graz-Umgebung) sowie in Tiefenbach (Bezirk Hartberg) zu Überflutungen von Kellerräumen, Straßen und Feldern sowie Murenabgängen. In der Obersteiermark brachte ein aufziehendes Unwetter ein
Grazer Paar in eine alpine Notlage.

Der 44-Jährige und seine 50 Jahre alte Ehefrau hatten eine Wanderung auf den Hochblaser (1.771 Meter) nordöstlich der Gemeinde Eisenerz (Bezirk Leoben) unternommen. Auf einer Seehöhe von etwa 1.600 Metern beschlossen sie auf Grund eines Schlechtwettereinbruches umzukehren. Plötzlich verspürte die Frau laut Gendarmerie starke Angst und erlitt einen Weinkrampf, so dass sie nicht mehr weitergehen konnte. Ein Helikopter holte beide ins Tal.

Das aufziehende Unwetter dürfte die Frau so verängstigt haben, dass ihr ein Weitergehen unmöglich war. Ihr Ehemann verständigte über Mobiltelefon die Landeswarnzentrale, von wo über den Gendarmerieposten Eisenerz mittels Hubschrauber eine Bergung eingeleitet wurde. Das Grazer Ehepaar wurde unverletzt ins Tal gebracht.

Überflutungen und Murenabgang
Bei Überflutungen und Murenabgang entstanden in der Steiermark erhebliche Sachschäden. Im Annagraben nordöstlich von Graz verlegt eine Mure die Landesstraße. Die Feuerwehr machte den Weg wieder frei.

In den Gemeinden Zwaring-Pöls (Bezirk Leibnitz) und Kumberg (Graz-Umgebung) mussten die Feuerwehren umgestürzte Bäume beseitigen und mehrere Keller auspumpen. Laut Gendarmerie entstand erheblicher Sachschaden.
(apa/red)

25.7.2004 12:49