Wieder Kritik an Pensionsreform in der ÖVP! Neugebauer: "45 Jahre sind genug!"
- Klare Forderung des ÖAAB-Chefs: Schwerarbeiter sollen ohne Abschläge in Pension gehen können
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Auch innerhalb der ÖVP verstummt die Kritik an der Pensionsreform nicht. ÖAAB-Chef Fritz Neugebauer fordert jetzt nachhaltige Korrekturen bei der Harmonisierung ein. Insbesondere die Schwerarbeiter-Regelung stößt Neugebauer auf. Menschen mit langer Versicherungsdauer sollten ohne Verluste in Pension gehen können. "45 Jahre, dass muss genug sein, um ohne Abschläge in den Ruhestand treten können", sagte Neugebauer im Ö1-"Morgenjournal.
Schwerarbeiter sollten ohne Abschläge in Pension gehen können, forderte der ÖAAB-Obmann. Wenn Arbeitsminister Martin Bartenstein an den dreiprozentigen Abschlägen festhalte, dann sei das "seine Meinung, nicht meine", sagte Neugebauer. Schwerarbeitsjahre sollten seiner Auffassung nach auch besser bewertet werden. Ein Jahr Schwerarbeit sollte "mit einem anderen Faktor" bemessen werden. Eine "nicht unwesentliche Herausforderung" werde es nun sein, "nach objektiven Parametern" zu klären, welche Berufsgruppen tatsächlich besonderen Belastungen ausgesetzt sind.
Der ÖAAB-Obmann zeigte sich zuversichtlich, für seine Forderungen Gehör zu finden: "Es wird sich genug bewegen, glauben sie mir." Die Einschätzung, dass mit dem ÖAAB nicht im Vorfeld gesprochen worden sei, wies Neugebauer zurück: "Das Gefühl ist völlig fasch."
Der Öffentliche Dienst sei bisher noch nicht Gegenstand von Verhandlungen gewesen, sagte Neugebauer, der auch Vorsitzender der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst ist. Es gehe nun zunächst darum, das Pensionskonto zu Ende zu gestalten. Dann müsse man schauen, wie die verschiedenen Pensionssysteme verfassungskonform und budgetär verträglich übergeleitet werden können. Dazu seien auch langfristige Übergänge nötig. Neugebauer zeigte sich zuversichtlich, dass man diese Herausforderung auch bewältigen werde.
(apa/red)
