Umfrage zur FP-SP-Koalition: Kein gutes Zeugnis für Kärntner Politik!
- Mehr als die Hälfte fühlt sich mit FPÖ-SPÖ-Koalition im Wählerwillen nicht bestätigt
Die Kärntnerinnen und Kärntner stellen der Landespolitik kein gutes Zeugnis aus. Mehr als die Hälfte fühlt sich im Wählerwillen nicht bestätigt, empfinden die FPÖ-SPÖ-Koalition als unglaubwürdig und sind mit der bisherigen Regierungsarbeit nicht zufrieden. Das ergab eine Umfrage des Humaninstitutes Klagenfurt.
Zwischen 12. und 22. Juli wurden landesweit 730 Personen befragt. Auf die Frage, ob sie mit der so rasch gebildeten blau-roten Koalition in ihrem Wählerwillen bestätigt worden seien, antworteten 57 Prozent mit nein und nur 15 Prozent mit ja. Die restlichen 25 Prozent hatten dazu keine Meinung.
Mit der bisherigen Regierungsarbeit der Koalition sind nur 17 Prozent zufrieden. 50 Prozent beantworteten die Frage mit nein, 33 Prozent mit "weiß ich nicht".
Als "Sorgenkind" des siebenköpfigen Regierungskollegiums wird in der Umfrage Finanz- und Wirtschaftsreferent LHStv. Karl Pfeifenberger (F) angesehen. Er wurde - Mehrfachnennung war möglich - von nicht weniger als 77 Prozent der Befragten zur eindeutigen "Nummer eins" gekürt. Gerhard Dörfler (F) kam auf 61 Prozent, Reinhart Rohr (S) auf 55, Landeshauptmann Jörg Haider (F) auf 45, sein SPÖ-Vize Peter Ambrozy auf 32. Als die kleinsten "Sorgenkinder" wurden ÖVP-Landesrat Georg Martinz (20 Prozent) und SPÖ-Sozialreferentin Gabriele Schaunig-Kandut (18 Prozent) bezeichnet.
Auf die (offene) Frage (Mehrfachzuordnung war möglich), was spontan zur aktuellen Kärntner Politik einfällt, wurde die Antwort "Kein Interesse an der Politik, die durch die Koalition zwischen FPÖ und SPÖ unglaubwürdig geworden ist - Motto: zuerst Feinde, dann Freunde" mit 75 Prozent am meisten genannt. "Postenschacher und politischer 'Kuhhandel' wie in den Zeiten der großen Koalition feiern in Kärnten eine Neuauflage der besonderen Art", kam auf 71 Prozent, "Die Eventmanie in Kärnten soll die mageren Arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischen Fortschritte überspielen" auf 68 Prozent, "Viele Hoffnungen, die in den politischen Wandel für Kärnten gesetzt wurden, sind auf allen Ebenen enttäuscht worden" auf 65 Prozent und schließlich "Kärnten braucht eine Regierung der besten und nicht beliebige Köpfe, um das Land wirtschaftlich und sozial weiter zu bringen" auf 57 Prozent. (apa)
