Immer mehr Invaliditätspensionisten: Bartenstein vermutet Schummlerei
- Minister will "Spreu vom Weizen trennen"
- SPÖ ist empört - Minister Haupt zeigt sich verwundert
Die Zahl der Invaliditätspensionen in Österreich ist sprunghaft angestiegen: Die Abträge haben sich seit 1998 verdoppelt. Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein hat Zweifel daran hat, ob wirklich derart viele Antragsteller gesundheitlich so schlecht beisammen sind. Für die SPÖ bricht Bartenstein damit eine unnötige "Sozialschmarotzer-Debatte" vom Zaun. Er solle lieber beginnen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Im Gespräch mit der "Krone" nennt Minister Bartenstein die Invaliditätspensionen "eine krasse Fehlentwicklung". Es gäbe "viele Fälle, wo solche Pensionisten allen möglichen Freizeitaktivitäten nachgehen. Da muss man die Spreu vom Weizen trennen," betonte er weiter. Er will nun das System einer Gesamtüberprüfung unterziehen.
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Darabos hält die bestehenden Richtlinien für scharf genug. Die Diskussion sei zynisch, da die meisten älteren Menschen ja arbeiten wollen, es aber auf Grund ihrer körperlichen Gebrechen oft nicht mehr könnten, erklärte Darabos. Es gebe bei den Pensionsversicherungen Sachverständige, die mit den Invaliditätspensionen sehr restriktiv umgingen. (apa/red)
