500 Kilo-Fliegerbombe in Graz entschärft: Geschoss stammte aus dem 2. Weltkrieg
- Metallkörper mit "funktionsfähigem Zünder" entschärft
- Öffentlicher Verkehr wurde kurzzeitig unterbrochen
Aufregung in der Grazer Innenstadt nachdem eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg zuerst entdeckt und anschließend entschärft wurde. Der Metallkörper war bei Bauarbeiten am Gleiskörper gefunden worden. Es handelte sich um ein Geschoß mit einem funktionsfähigen Zünder, das in kurzer Zeit entschärft werden konnte. Aus Sicherheitsgründen wurden umliegende Straßen für den Verkehr gesperrt und zwei Häuser evakuiert.
Bauarbeiter waren bereits einen Tag zuvor in rund fünf Metern Tiefe mit einem Bagger auf jenen metallischen Gegenstand gestoßen, der sich als eine einen Meter lange Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entpuppen sollte. Da sich noch ein Zünder an dem Geschoß befand, wurde es als noch funktionsfähig und daher gefährlich eingestuft. Erst nach einer Bergung der 500-Kilo-Bombe am Donnerstag sowie einer Untersuchung durch einen Experten stand fest, dass das 500 Kilogramm schwere Kriegsrelikt am Fundort unschädlich gemacht werden konnte.
Das Gerät war nach Angaben von Experten in England erzeugt worden und verfügte über einen mechanischen Zünder, der sich entschärfen ließ. Probleme hätte es dagegen bei einer chemischen Langzeit- Zündvorrichtung gegeben, da diese nur durch eine Sprengung zerstört werden kann. Diese hätte dann am Fundort vorgenommen werden müssen.
Vor der Entschärfung durch einen Spezialtrupp wurde das Gelände im Umkreis von 250 Metern aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Autos wurden umgeleitet, für die Straßenbahnen musste ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Betroffen waren auch einige Regionalzüge in Richtung Süden, die ebenfalls vorübergehend durch Busse ersetzt wurden. Vorsichtshalber wurden auch zwei Gebäude - ein Hotel und das Grazer Bauamt - evakuiert. Die Sperren wurden nach einer Stunde wieder aufgehoben, da die Entschärfung planmäßig verlaufen war. (apa/red)
