Donnerstag, 22. Juli 2004

Drogefahnder schlagen auf A1-Raststation zu: 10 Kilo Amphetamin sichergestellt

  • Suchtgift hatte Wiederverkaufswert von einer Million Euro
  • Vermeintlicher Käufer war verdeckter Ermittler

Der vermeintliche Käufer war ein verdeckter Ermittler: Kriminalisten haben auf der Autobahnraststation St. Valentin (Bezirk Amstetten) der Westautobahn (A1) zehn Kilo Amphetamin im Schwarzmarkt-Wiederverkaufswert von einer Mio. Euro sichergestellt. Vier Verdächtige - drei aus Deutschland und ein Portugiese - wurden festgenommen und der Justizanstalt St. Pölten eingeliefert

Laut den Ermittlungen war das Amphetamin von 33 Jahre alten Zwillingsschwestern von Iserlohn in Deutschland nach St. Valentin gebracht worden. Als Verkäufer auf der Raststation traten ein 54-jähriger Deutscher und ein Portugiese (31) auf. Die Zwillinge hatten unterdessen im Restaurant gewartet. Letztlich klickten für das Quartett die Handschellen.

Laut den Kriminalisten gehören die Verdächtigen einer Tätergruppierung an, die im europäischen Raum Suchtmittelhandel "im großen Ausmaß" betreibt. Diesbezüglich sind auch in Deutschland, Norwegen und Schweden umfangreiche Ermittlungen im Gang und mehrere Personen bereits in Haft. Weitere Erhebungen im Wege der Interpol laufen.

Die kriminaltechnische Untersuchung der in St. Valentin sichergestellten Ware ergab, dass die nach der Suchtgift-Grenzmengenverordnung festgelegte "übergroße Menge" an Reinsubstanz erheblich überschritten wurde. Es habe sich um das 16-fache gehandelt, so die Fahnder.(apa/red)

22.7.2004 10:20