Mittwoch, 21. Juli 2004

Geheime IHS-Studie zu Pensionen aufgetaucht: Harmonisierung falscher Weg!

  • Sozialministerium hält Studie unter Verschluss.
  • Lösung: Völlige Neuordnung der Rentenvorsorge

Eine IHS-Studie sieht dramatischen Handlungsbedarf im österreichischen Pensionssystem. Die Studie wurde vom Sozialministerium in Auftrag gegeben, wird aber unter Verschluss gehalten. Die Harmonisierung werde die Pensionen nicht sichern, so lautet die düstere Aussicht des IHS.

Die IHS-Studie "Auswirkungen der Einführung eines beitragsorientierten Pensionskonto" wurde im Jahr 2002 laut der Tageszeitung "Der Standard" vom Sozialministerium in Auftrag gegeben, dann aber nicht veröffentlicht.

Das Ergebnis fällt für die Pläne der Bundesregierung vernichtend aus: Auch unter günstigen Bedingungen wird das Finanzloch im österreichischen Pensionssystem nicht gestopft werden können. Die Studienautoren schlagen daher eine grundlegende Neuordnung der Rentenvorsorge vor: Ähnlich wie ein Sparkonto soll ein Pensionskonto eingerichtet werden, dessen Verzinsung mit der Lohnsumme aller Versicherten. Die Pensionen werden dadurch natürlich niedriger.

Doch das reicht ebenfalls nicht: die zweite und dritte Säule werden notwendiger, denn je. Auch auf mehr und länger arbeiten wird man sich einstellen müssen.

21.7.2004 10:45