Geheime IHS-Studie zu Pensionen aufgetaucht: Harmonisierung falscher Weg!
- Sozialministerium hält Studie unter Verschluss.
- Lösung: Völlige Neuordnung der Rentenvorsorge
·Pensions-Reform: Kommt Änderung?
Haupt verhandelt über Schwerarbeiter-Lösung
·Weiter Koalitions- Streit um Pensionen
FPÖ sieht erst "Roh- konzept" beschlossen
·Pensionen: Frauen nur als 'Zuverdiener'
Erneut heftige SPÖ-Kritik an Plänen der Regierung
·Lopatka: SPÖ zeigt Politik der Ignoranz
"Bevölkerung steht hinter den Pensions-Reformen"
·Pensionen: Haider fordert Änderungen
Modell "in Ordnung", aber Feinabstimmung wichtig
·Alle Details zur Pensionsreform!
22,8 Prozent Beitragssatz, Hacklerregelung erst 2006
·Rechenbeispiele nach Harmonisierung
62-Jähriger verliert 2005 bis zu 17,15 Prozent
·Musterbeispiele vom Ministerium
Im Gegensatz zu den AK-Beispielen positiv
Eine IHS-Studie sieht dramatischen Handlungsbedarf im österreichischen Pensionssystem. Die Studie wurde vom Sozialministerium in Auftrag gegeben, wird aber unter Verschluss gehalten. Die Harmonisierung werde die Pensionen nicht sichern, so lautet die düstere Aussicht des IHS.
Die IHS-Studie "Auswirkungen der Einführung eines beitragsorientierten Pensionskonto" wurde im Jahr 2002 laut der Tageszeitung "Der Standard" vom Sozialministerium in Auftrag gegeben, dann aber nicht veröffentlicht.
Das Ergebnis fällt für die Pläne der Bundesregierung vernichtend aus: Auch unter günstigen Bedingungen wird das Finanzloch im österreichischen Pensionssystem nicht gestopft werden können. Die Studienautoren schlagen daher eine grundlegende Neuordnung der Rentenvorsorge vor: Ähnlich wie ein Sparkonto soll ein Pensionskonto eingerichtet werden, dessen Verzinsung mit der Lohnsumme aller Versicherten. Die Pensionen werden dadurch natürlich niedriger.
Doch das reicht ebenfalls nicht: die zweite und dritte Säule werden notwendiger, denn je. Auch auf mehr und länger arbeiten wird man sich einstellen müssen.
