Dienstag, 20. Juli 2004

"Zu weich, zu wenig mutig": Resetarits will gegen Barroso stimmen!

  • Fraktionslosigkeit "eine geeignete Form der Opposition"
  • PLUS: Borrell neuer EU-Parlamentspräsident

Die für die Liste "Hans Peter Martin" neu ins EU-Parlament eingezogene österreichische Abgeordnete Karin Resetaris will am Donnerstag gegen den designierten EU-Kommissionspräsidenten Jose Manuel Durao Barroso stimmen. "Er scheint mir zu weich, zu wenig mutig", sagte sie am Dienstag vor Journalisten in Straßburg.

Dem neu gewählten EU-Parlamentspräsidenten, den spanischen Sozialisten Josep Borrell, hat Resetaris nicht ihre Stimme gegeben. Sie habe stattdessen für den liberalen Kandidaten, den polnischen Ex-Außenminister Bronislaw Geremek, votiert, sagte sie.

Resetaris stört sich nicht daran, dass sie gemeinsam mit Martin zu den 34 Fraktionslosen im 732 Abgeordnete zählenden EU-Parlament gehört. Dies sei "eine geeignete Form der Opposition", betonte die Neo-Abgeordnete. Sie könne Entscheidungen selbst treffen und brauche keiner Fraktionslinie folgen Die ehemalige ORF-Kulturmoderatorin will nach eigenen Angaben künftig in den Parlamentsausschüssen für Kultur, Landwirtschaft oder Frauenangelegenheiten vertreten sein. (apa/red)

20.7.2004 15:06