Keine guten Aussichten für die FPÖ: 70% glauben an weiteren Absturz bei Wahlen!
- SWS-Umfrage: Informationsmangel über EU-Parlamentarier Hauptgrund für niedrige Wahlbeteiligung
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70 Prozent glauben an einen weiteren Absturz der FPÖ bei den nächsten Nationalratswahlen. Aus einer Umfrage der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) geht ferner hervor, dass die fehlende Information über die Tätigkeit der Europaparlamentarier mit 74 Prozent der Hauptgrund für die niedrige Beteiligung bei den EU-Wahlen gewesen sei.
Zu den umstrittenen Methoden des ehemaligen SPÖ-Spitzenkandidatin Hans-Peter Martin meinen 76 Prozent zwar, dass er Probleme im EU-Parlament aufgezeigt habe, doch werde er in der Union nichts erreichen (44 Prozent zu 25, die diese Frage verneinen).
Zur Situation der FPÖ glauben nur 13 Prozent, dass die Freiheitlichen keinen Absturz bei der kommenden Nationalratswahl erleiden werden. Sieben Prozent der 1.158 im Juni/Juli Befragten machte keine Angaben. Bei den Gründen für die niedrige EU-Wahlbeteiligung liegt mit 70 Prozent das Statement "Weil die großen EU-Staaten alles bestimmen" an zweiter Stelle. Mit je 69 Prozent folgen die Argumente "Weil Österreich in der EU nichts durchsetzen kann" und "Bezüge der EU-Abgeordneten". Andererseits wertete eine relative Mehrheit von 41 Prozent der Befragten die Auswirkungen der niedrigen Wahlbeteiligung mit "bedeutungslos". Nur 23 Prozent sehen einen großen Nachteil, 27 Prozent einen geringen Nachteil.
Bei Martin glauben nur 37 Prozent, dass seine Aktionen - Filmen von EU-Kollegen und Aufdecken von Anwesenheitslisten im Europaparlament - dem Ansehen des Parlaments geschadet habe, 43 Prozent verneinten dies.
Mehrheitlich eher geringe bis keine Chancen (gemeinsam 89 Prozent) geben die Österreicher den heimischen Anstrengungen, die Atomkraftwerke in den Nachbarstaaten Tschechien, Slowenien und Ungarn still legen zu lassen. (apa)
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