Schwere Unwetter über Österreich: Überflutungen in Kärnten und Salzburg
- Überflutungen, Vermurungen, weggespülte Brücken
- Landeshauptmann Haider kündigt sofortige Hilfe an
Gewitter, Blitz und Regen über Österreich: In Kärnten war im St. Salvator am schlimmsten betroffen. Fünf Bauernhöfe waren von der Außenwelt abgeschnitten, weil eine Brücke weggespült wurde.Auch Salzburg meldete Überflutungen nach schweren Unwettern.
Salzburg
Über dem Raum Wald im Pinzgau und Neukirchen am Großvenediger ging am Montagabend ein schweres Unwetter nieder. Auf Grund des starken Regens traten am Walder- und Neukirchner-Sonnberg mehrere kleine Bäche über die Ufer und gefährdeten einige angrenzende Wohnhäuser. Den Feuerwehrmännern gelang es, die Gefahrenquellen zu beseitigen und die Bäche wieder in ihre Bette zu leiten. In Wald musste der Umfahrungstunnel der Gerlos-Straße (B165) während der Aufräumungsarbeiten für rund eine Stunde gesperrt werden. Der Feuerwehreinsatz war gegen 23.30 Uhr beendet. An Gebäuden entstand kaum nennenswerter Sachschaden.
Kärnten
Betroffen war der Bezirk St. Veit/Glan im Raum um Hüttenberg, Glödnitz und das Metnitztal für Sachschäden. Binnen weniger Minuten fielen Dutzende Liter Regen pro Quadratmeter. In Friesach wurden Häuser überflutet, Straßen und Felder vermurt, insgesamt traten sieben Bäche über die Ufer. Der Bürgermeister von Friesach, Max Koschitz, schätzt den Schaden allein in seiner Gemeinde auf mehrere 100.000 Euro.
Am schlimmsten traf es aber die Ortschaft Zienitzen bei St. Salvator. Mehr als ein Dutzend Häuser wurde überflutet, Wiesen und Felder durch Geröll und Schlamm verwüstet. Der Kärntner Landeshauptmann als Katastrophenreferent kündigte an, man werde mit dem Bundesheer eine Behelfsbrücke bauen. Haider: "Es wird eine Bestandsaufnahme der Schäden durchgeführt, damit Leute, die im privaten Bereich Schäden erlitten haben, rasch entschädigt werden."
Die ins Metnitztal führende Straße war fast die ganze Nacht lang gesperrt, Dutzende Feuerwehrleute arbeiteten stundenlang, um sie wieder passierbar zu machen, auf eine Länge von fünf Kilometern ist die Fahrbahn größtenteils zerstört. (apa/red)
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