Montag, 19. Juli 2004

Junge Randalierer versuchten Grazer Polizeiwachzimmer zu stürmen

  • Nach Polizei-Einschreiten bei zu lauter Party
  • Zwei betrunkene Männer belagern Wachzimmer

Ein Einschreiten der Grazer Polizei gegen eine zu laut geratene Feier in einem Hinterhof führte zu einem versuchten Sturm auf das Polizeiwachzimmer Karlauer Straße. Wie die Bundespolizeidirektion Graz mitteilte, hatten etwa zehn aus der Dominikanischen Republik stammende Männer zu laut gefeiert, worauf Anrainer die Polizei holten.

Die Polizei wollte zwei der weiter lärmenden Männer aufs Wachzimmer mitnehmen. Die restlichen "Partygäste" wollten dies verhindern, folgten der Polizei und versuchten gewaltsam in die Wachstube zu gelangen, scheiterten aber an der Sicherheitsschleuse.

Fünf Sicherheitswachebeamte des Wachzimmers Karlauer Straße begaben sich zu den Randalierern in der Köstenbaumgasse, direkt gegenüber des Stützpunktes, um sie "zu beruhigen und auf ihr strafbares Verhalten aufmerksam zu machen". Zwei der Personen (20 und 23 Jahre alt) lärmten weiter und wurden daraufhin festgenommen. Im Wachzimmer randalierte und schrie der 23-Jährige weiter und bedrohte einen Beamten mit dem Umbringen, schlug ihm die Faust ins Gesicht, bevor er gebändigt wurde. Auch der 20-Jährige attackierte im Zuge der Prügelei die Polizisten. Beide jungen Männer waren laut Exekutive alkoholisiert.

In der Zwischenzeit randalierten die anderen sieben bis acht "Partytiger" in der Sicherheitsschleuse des Wachzimmers, traten und schlugen gegen die Scheibe und Schleusentür. Mit Verstärkung gelang es den Polizisten, den Sturm auf die Schleuse abzuwehren, die Männer flüchteten. Wenig später versammelten sich jedoch weitere zehn "Festgäste" vor dem hinteren Einfahrtstor zur Polizeiwache und randalierten dort. Erst mit mehreren Funkstreifen sowie Außenposten konnten die Radaubrüder abgewehrt werden. (apa/red)

19.7.2004 12:11