Tödlicher Segelausflug auf der Enns: Der Bootsmast streifte eine 30 Kilovolt-Leitung
- Der 47-jährige Bekannte des Bootsbesitzers war sofort tot. Die übrigen Insassen überlebten schwer verletzt
Ein harmloser Segelausflug endete in Oberösterreich tödlich. Ein 47-jährigen Oberösterreicher war gemeinsam mit einem befreundeten Ehepaar mit einen kleinen Segelboot auf der Enns unterwegs. Bei Kronstorf (Bez. Linz-Land) streifte der Mast des Bootes eine 30-Kilovolt-Leitung und versetzte dem 47-Jährigen einen tödlichen Stromschlag. Der 45-jährige Bootseigentümer wurde schwer verletzt, dessen Gattin überstand den Unfall unverletzt.
Das Trio war gegen 14.30 Uhr vom Yachthafen des ASV Enns in Unterhaus im Gemeindegebiet von Kronstorf mit seiner Segeljolle die Enns aufwärts in Richtung Kraftwerk Mühlrading in der Gemeinde Ernsthofen (Bez. Amstetten) in Niederösterreich unterwegs. Beim Enns-Kilometer 12,55 trafen die Segler auf die in einer Höhe von rund fünf Metern über dem Fluss verlaufenden 30-Kilovolt-Leitung der Ennskraftwerke.
Das Ehepaar äußerte noch Bedenken, mit dem Boot unter der Leitung durchzufahren. Der 47-jährige Begleiter habe aber - so die Sicherheitsdirektion - in weiterer Folge darauf hingewiesen, er hätte schon öfter die Stelle problemlos passiert. Das Trio setzte die Fahrt fort und näherte sich der gefährlichen Leitung.
Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen dürfte dann entweder der Mast des Bootes die Leitung berührt haben oder ein so genannter Übersprungfunke einen Stromschlag ausgelöst haben. Durch die Wucht wurde der 45-Jährige weggeschleudert und unbestimmten Grades verletzt. Sein Begleiter versuchte noch den Motor des Schiffes anzuwerfen, um aus dem Gefahrenbereich zu gelangen.
Die Strömung trieb das Boot aber erneut auf die Leitung zu. Ein weiterer Stromschlag schleuderte den 47-Jährigen vom Boot in die Enns. Der Mann erlitt dabei tödliche Verletzungen. Die 47-jährige Ehefrau, die den Unfall unbeschadet überstand, konnte durch Hilfeschreie, Passanten am Ufer alarmieren. Diese verständigten die Einsatzkräfte von Rettung und Feuerwehr, die die Bergung vornahmen. (apa/red)
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