Reizende Geschäfte: Modezar Giorgio Armani gibt Startschuss für Deal mit Wolford
- Modezar kreiert exklusive Strumpf- und Body-Kollektion!
- Wolford produziert, Kastner & Öhler vertreibt!
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Luxus-Masche: Dieser Tage fällt der Startschuss für Giorgio Armanis neuen Coup, der dank kräftiger österreichischer Unterstützung Realität wurde: Der Modezar bringt eine exklusive Strumpf- und Body-Kollektion auf den Markt...
Seinen 70. Geburtstag feierte der italienische Modezar Giorgio Armani im engsten Kreise der Familie in einem kleinen Ristorante inmitten der Hügellandschaft von Piacenza. Lediglich drei Torten, vermeldeten die ausgesperrten italienischen Gazetten tags darauf, hätten ausgereicht, um die geladene Gästeschar satt zu bekommen.
Den bescheidenen Rahmen hat sich der Altmeister des Prêt-à-porter selbst gewählt. "Eine richtig große Modeparty", ließ der agile Jubilar ausrichten, "wäre ja wieder nur in Arbeit ausgeartet".
Milliarden-Imperium
Und davon hat Giorgio Armani nun wirklich ausreichend, wenn auch augenscheinlich noch immer nicht genug. Denn der sportliche Italiener im besten Pensionsalter denkt nicht im Traum daran, sich in absehbarer Zeit zur Ruhe zu setzen. Ganz im Gegenteil. Neben privaten Investments in Luxushotels quer über den Erdball findet Armani darüber hinaus auch noch genügend Zeit, die Gewinne seines ohnehin schon milliardenschweren Imperiums weiter kräftig in die Höhe zu pushen. Giorgios Welt in Zahlen: Zuletzt konnte der immer noch als Alleinaktionär agierende Konzernherr mit 4.700 Mitarbeitern, 13 Fabriken und über 370 Outlets einen Jahresumsatz von mehr als vier Milliarden Euro einfahren.
Österreich-Connection
Dieser Tage fällt nun der Startschuss für Armanis jüngsten Coup, der dank kräftiger österreichischer Unterstützung Realität wurde: Der Modezar bringt eine exklusive Strumpf- und Body-Kollektion auf den Markt. Die Österreich-Connection: Die edlen Teile werden exklusiv vom Vorarlberger Wäscheprofi Wolford produziert. Entsprechend hektisch und um größtmögliche Diskretion bemüht gestaltete sich in den vergangenen Monaten der Arbeitsalltag im Bregenzer Headquarter des börsennotierten Unternehmens. Verständlich, galt es doch das bislang mit Abstand größte Geschäft in der mittlerweile 55-jährigen und durchaus durchwachsenen Firmengeschichte von Wolford in trockene Tücher zu bringen.
Das Ergebnis sind 26 hauchzarte Luxusteilchen, die Themen und Muster der aktuellen Prêt-à-porter-Kollektion Armanis aufgreifen und unter dem Label "Giorgio Armani Leg & Bodywear" - der Name Wolford findet sich lediglich klein gedruckt auf der Rückseite der dezent schwarzen Verpackung - vertrieben werden. Der Exklusivität angemessen gestaltet sich auch der Preis. Zwischen 30 und 50 Euro sind für eine Strumpfhose zu berappen, bei den Bodys reicht die Spanne von 109 bis 369 Euro. Das sind rund knapp zwölf Prozent mehr, als die luxusverwöhnte Kundin für vergleichbare Modelle der regulären Wolford-Kollektion hinblättern muss.
Höhere Erträge
Die Kooperation mit Armani soll künftig viel Geld in die Kassen des in den vergangenen Jahren mit einer eher mäßigen Ertragslage gesegneten Vorarlberger Luxuslabels spülen. Mittelfristig, gibt Wolford-Boss Holger Dahmen die Richtung vor, wird ein jährlicher Umsatzschub von mehr als 15 Millionen Euro angepeilt. Zuletzt erwirtschaftete der in 38 Ländern vertretene Strumpf- und Body-Produzent mit 1.600 Mitarbeitern und 226 Stores einen Jahresumsatz von knapp 130 Millionen Euro.
Friedrich Jonak, Armani-Repräsentant in Österreich, freut sich nicht nur für Wolford, sondern auch für den italienischen Nobelhersteller: "Das ist für beide Seiten eine großartige Chance."
(Aus NEWS 29/2004)
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