Mittwoch, 14. Juli 2004

Salzburger Festspiele: Hearings mit Kandidaten, Flimm ist Favorit

  • NEWS: Jürgen Flimms Konzept für Salzburg

Das Salzburger Festspielkuratorium hat in der Vorwoche drei letztverbliebene Kandidaten für die Nachfolge von Intendant Peter Ruzicka ab 2007 zum vertraulichen Hearing gebeten. Das berichtet NEWS in seiner aktuellen Ausgabe.

Zum Hearing erschienen Jürgen Flimm (der noch zwei Monate amtierende Schauspielchef), Christoph Lieben-Seutter (Wiener Konzerthaus) und Andreas Mölich-Zebhauser (Baden-Baden).

Flimm machte dabei laut NEWS-Information den besten Eindruck und gilt nun als Favorit der Salzburger Politiker. Er selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar, doch konnte NEWS die Grundzüge seines Konzepts recherchieren:

  • Flimm will mit einem Musikdirektor antreten und auch den amtierenden Schauspielchef Martin Kusej (an seiner Stelle inszeniert 2006 Claus Guth den neuen "Figaro") zum Verbleib einladen.
  • Flimm plant größtmögliche Verzahnung der Opern- und Schauspielprogramme.
    Ein Schwerpunkt soll der deutschen romantischen Oper gelten.
  • Kernpunkt ist ein "Künstlerbeirat neuen Stils", der sofort nach Flimms Designierung formiert werden und ein Konzept für mehrere Jahre erarbeiten soll. Ihm sollen laut NEWS-Information u. a. die Wiener Philharmoniker, vermutlich der Dirigent Franz Welser-Möst und ein Autor angehören.

    Welser-Möst könnte aber auch vom Staatssekretariat als Musikdirektor gefordert werden. Sicher ist schon jetzt, dass er ab 2007 maßgebliche musikalische Funktion einnehmen, aber nicht Intendant werden soll. Landeshauptfrau Burgstaller zu NEWS: "Er soll uns mit seinen Visionen und Gedanken unterstützen und ab 2007 wesentliche Opernproduktionen dirigieren. Ob das mit einem Titel verbunden ist oder einfach mit der Einladung, die Festspiele noch mehr zum Funkeln zu bringen, möchte ich jetzt noch nicht entscheiden."

    Die Hearings sind noch nicht abgeschlossen, wobei laut Burgstaller die Bewerberliste nicht mehr verbindlich ist. Eingeladen werden noch Eva Wagner-Pasquier, Burgtheaterdirektor Klaus Bachler (der allerdings wegen der Vetos des Staatssekretariats und der Philharmoniker keine Chancen hat) und möglicherweise der noch amtierende Münchner Opernchef Sir Peter Jonas. Der allerdings hat sich nach Bekannwerden seiner Bewerbung zurückgezogen.

    Die gesamte Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!

    14.7.2004 12:31