ÖBB-Beraterhonorare: Seit 2001 von acht auf über 20 Millionen Euro angestiegen
- Zahl der Chefposten durch Strukturreform verdoppelt
- Consulter profitierten von Dienstrechtsreform
·ÖBB-Personalchef mit 47 pensioniert!
Wegen Auffassungsunter- schieden in Frühpension
·In Zwangspension: Für SP ein "Skandal"
"Parteipolitischer Hinter- grund offensichtlich"
Seit dem Wechsel im Vorstand 2001 haben die ÖBB viel mehr Geld für Unternehmensberater bezahlt - konkret um 154 Prozent, wie ein Sprecher des Unternehmens auf APA-Anfrage bestätigt hat. Gemessen an konstanten Consultingausgaben von um die 8 Millionen Euro per anno 2000 und 2001 heißt das, dass die Berater an den ÖBB im Vorjahr mehr als 20 Mio. Euro verdient haben.
Berater beigezogen wurden laut Unternehmensführung zum einen für die ÖBB-Struktur- und Dienstrechtsreform, zum anderen auch für das bereits eingeleitete Sparprogramm "Power 2005". Rechtsberatung habe man außerdem für die Abwicklung von Baugeschäften und 2003 auch wegen der Streiks benötigt. Der Anstieg sei daher nicht unbegründet, so der Unternehmenssprecher.
Eisenbahner-Gewerkschaftschef Wilhelm Haberzettl übt dennoch herbe Kritik. Die "explosionsartig" gestiegenen Beraterkosten seien umso unverständlicher, als in der Infrastruktur nach der Reform eine Finanzierungslücke von 400 Mio. Euro klaffe und auch die Vorstandskosten deutlich gestiegen seien.
Laut Geschäftsbericht 2003 haben die vier ÖBB-Vorstände Rüdiger vorm Walde, Erich Söllinger, Ferdinand Schmidt und Alfred Zimmermann im Vorjahr zusammen 1,5 Mio. Euro verdient - weil Söllinger erst mit Mai 2003 in den Vorstand eingetreten ist, ein Zuwachs um rund 300.000 Euro gegenüber 2002. ÖBB-Generaldirektor Vorm Walde verdient laut Medienberichten inklusive Bonus knapp 486.000 Euro brutto im Jahr.
Durch die ÖBB-Reform, wettert der Gewerkschafter, würden die Managementkosten noch einmal deutlich steigen. Statt bisher sieben Bahnmanagern werde es in der "ÖBB neu" künftig 16 Vorstände und Geschäftsführer geben. Haberzettl spricht von einer "empörenden Zwischenbilanz der Bahnreform". (apa)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
Tirol10:21
Betrunken am SteuerProbeführerscheinbesitzerin mit 1,7 Promille Alkohol im Blut von Polizei angehalten
Grand Prix von Monaco08:07
Pool-Party bei Red BullWebber feiert seinen ersten Saison-Sieg. Vettel dementiert Vorvertrag mit Ferrari.

