"An Alternativen denken": Voest-Chef droht mit Abwanderung aus Österreich
- Theoretische Diskussion unter Motto "War wäre wenn"
- 2000 bis 2010 werden drei Mrd. in Österreich investiert
Wolfgang Eder, Generaldirektor der voestalpine AG, hat am Samstag in einem Interview mit dem ORF-Radio Oberösterreich betont, die Aussage "Wer glaubt, dass die Voest mit Linz verheiratet sei, liege falsch" in Zeitungsberichten niemals gemacht zu haben. Dies entspreche auch nicht seinem Wortschatz. Zudem habe er in keiner Weise mit Abwanderung der Voest gedroht, so Eder.
Es sei eine theoretische Diskussion unter dem Motto "Was wäre wenn" gewesen, so Eder. "Ich habe in keiner Weise mit Abwanderung gedroht, auch Standorte in Österreich nicht in Frage gestellt. Wir haben, im Gegenteil, immer wieder die in letzter Zeit auch positiven Entwicklungen am Standort Österreich angesprochen und eigentlich in einem Exkurs sehr theoretisch angesprochen, was passiert, wenn über einen längeren Zeitraum die Entwicklung in Österreich nicht so verläuft, dass der Wirtschaftsstandort abgesichert ist", so Eder. In diesem Punkt habe er ganz klar festgestellt, man sei, auch weil man überzeugt sei, dass die Rahmenbedingungen in Österreich das rechtfertigen, für die nächsten sechs bis acht Jahre festgelegt.
Man habe sich entschieden, in Österreich zu investieren, so der Voest-Chef. Man sei überzeugt, dass diese Entscheidung richtig sei, auch weil man glaube, dass die Menschen hier in diesem Land das Wissen und den Fleiß mitbrächten, um diese Entscheidung zu rechtfertigen.
Die Voest bleibe mit Linz und Österreich "verheiratet", und man sehe aus heutiger Sicht keinen Grund, hier irgendetwas zu ändern, so Eder. Deshalb investiere man von 2000 bis 2010 rund drei Milliarden Euro in Österreich. Würde man irgendeinen, auch nur geringen Zweifel am Standort Österreich haben, wäre das eine nicht zu rechtfertigende Entscheidung. Dies sei Beweis genug, dass man an diesen Standort sehr nachhaltig glaube, sagte der Voest-Chef. (apa)
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