Unendliche Geschichte Yukos: Prozess gegen Chodorkowski erneut verschoben
- Fortsetzung ist nun für den 20. Juli geplant
- Chodorkowski wegen Steuerhinterziehung angeklagt
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Der Prozess gegen den früheren Chef des russischen Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowski, ist am Freitag kurz nach der Wiederaufnahme abermals verschoben worden. Er soll nun am 20. Juli fortgesetzt werden.
Der Milliardär Chodorkowski ist wegen Steuerhinterziehung und Betruges angeklagt und seit Oktober 2003 in Haft. Staatsanwalt Dimitri Schochin warf ihm am Donnerstag vor, er habe nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 auf betrügerische Weise Anteile privatisierter Unternehmen erworben. Chodorkowski plädierte auf nicht schuldig. Am Freitag sollte die Verteidigung zu Wort kommen.
Die Behörden fordern von Yukos in einem getrennten Verfahren zudem die Nachzahlung von Steuern in Höhe von insgesamt sieben Milliarden Dollar. Dies könnte nach Darstellung des Konzerns seinen Bankrott bedeuten.
Das Verfahren gegen Chodorkowski wird weithin als politisch motiviert angesehen, da er Ambitionen auf das Präsidentenamt haben soll. Vor seiner Verhaftung hatte er zudem mehrere oppositionelle liberale Parteien finanziell unterstützt.
(apa)
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