Deutsche E.ON vor Einstieg in Rumänien: Tochter Ruhrgas bietet für zwei Gasfirmen
- Auch russischen Gazprom auch Gaz de France und die italienische Enel unter Bietern
Nach Bulgarien hat der deutsche Energiekonzern E.ON jetzt auch den rumänischen Markt im Blick. Die E.ON-Tochter Ruhrgas habe ein verbindliches Angebot für die zwei zur Privatisierung stehenden Gasversorger Distrigaz Nord und Süd abgegeben, bestätigte eine Sprecherin. Am Donnerstag endete die Bewerbungsfrist.
Die BASF-Tochter Wintershall hat nicht mitgeboten. Ein Sprecher sagte dem "Handelsblatt", man habe sich aus strategischen Überlegungen zurückgezogen und wolle sich in Rumänien auf Infrastrukturprojekte konzentrieren.
Wie die Zeitung schreibt, haben neben der russischen Gazprom auch Gaz de France und die italienische Enel Gebote abgeben. Gazprom gelte als Favorit für Distrigaz Sud, hieß es.
Distrigaz Sud und Nord kontrollieren zusammen rund 55 Prozent des rumänischen Gasmarktes. Gazprom ist wiederum der größte Gaslieferant für Rumänien. Etwa 90 Prozent aller Gasimporte in Rumänien entfallen auf den russischen Branchenführer.
(apa)
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