Donnerstag, 15. Juli 2004

Werden Feiertage gestrichen? Minister Haupt: "Das kommt für mich nicht in Frage"

  • Abschaffung bedeutet Schwächung der Familien
  • MITSTIMMEN: Sind Sie für eine Kürzung der Feiertage?

NEIN! Gegen die von Grasser vorgesdchlagene Abschaffung von Feiertagen sprach sich der Sozialminister aus. Herbert Haupt: "Ich bin sicherlich nicht aus Jux und Tollerei strikt gegen die Einschränkung der Feiertage und der Freizeit unserer österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Feiertage und die daraus gewonne Freizeit sind eine wichtige Basis für eine gelebte Familie, aber auch für das Vereinsleben in Österreich."

Vor allem für das freiwillige Engagement würden Feiertage in Österreich sinnvoll genutzt und daher auch dringend benötigt, so Haupt. "Die Leistungen der freiwilligen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, des Roten Kreuzes, der unzähligen Vereine und Verbände sind für Österreich unersetzlich. Diese Leistungen wären auch niemals in Geld aufzuwiegen, da sich kein Staat Europas leisten könnte, dieses Engagement an der Allgemeinheit finanziell abzugelten. Durch eine Streichung von Feiertagen würde man nicht nur die Familie und das familiäre Leben, sondern vor allem auch das ehrenamtliche Engagement tausender Österreicherinnen und Österreicher schwächen", warnte der Sozialminister.

"Für eine Schwächung der Familien, für eine Schwächung unserer österreichischen Freiwilligenvereine bin ich als Sozial- und als Familienminister nicht zu haben. Ich verstehe auch nicht den Wunsch nach einer Streichung von Fenstertagen, da Fenstertage kein Geschenk sind, sondern ein Teil des konsumierten Urlaubsanspruches jedes Österreichers. Ich hoffe, dass diese unselige Debatte rasch ihr Ende findet", so Sozialminister Haupt.
(apa/red)

15.7.2004 09:30