Red Bull verleiht Flügel: Boss Mateschitz will in Fuschl am See Millionen investieren
- Kritiker besorgt: "Mateschitz kauft ganz Fuschl auf"
- Bürgermeister: "Wir stehen zu Red Bull"
Gerüchten zufolge will Dietrich Mateschitz Millionen in Fuschl am See (Flachgau), dort, wo der Firmensitz des Energydrink-Herstellers Red Bull liegt, investieren. "Mateschitz kauft ganz Fuschl auf", beklagen sich Einheimische. Diese Gerüchte würden ein völlig falsches Stimmungsbild abgeben, sagte am Dienstag Bürgermeister Hartmut Schremser.
Es würde vielleicht nur ein kleiner Teil von ihm nicht bekannten Informanten derartige Gerüchte in die Welt setzen. "Die Gemeinde und der Großteil der Bevölkerung ist sehr froh, dass wir den Betrieb im Ort haben. Wir stehen zu Red Bull."
"Wenn wir nicht die Steuereinnahmen von Red Bull hätten, könnten wir uns nicht einmal die wichtigsten Pflichtaufgaben leisten. Fuschl wäre dann eine arme Gemeinde", betonte Schremser. Die Gerüchte, wonach Mateschitz große Sport- und Freizeitprojekte plane, "entbehren jeder Grundlage und sind ein Blödsinn", sagte der Bürgermeister. Dass Red Bull seinen Betrieb, der viele Arbeitsplätze schaffe, erweitern wolle, sehe er positiv. "Pläne dazu liegen mir aber nicht vor. Von einem Lager weiß ich nichts."
Mateschitz in Besitz zweier Berge
Unter der Ortsbevölkerung kursieren nach wie vor hartnäckige Gerüchte, wonach Mateschitz auf seinen beiden Bergen - Ellmaustein und Filbling, die er vor einigen Jahren von Erben der Familie Sayn-Wittgenstein um geschätzte 80 Mio. S (5,81 Mio. Euro) erstanden hat - unter anderem eine Extremmountainbike-Strecke und eine Seilbahn plant. Der Satz "in zehn Jahren schaut es hier ganz anders aus", macht im ganzen Ort die Runde.
Mateschitz plane in der 1.300-Einwohner-Gemeinde ein Refugium für seine Spitzensportler, Firmenmitarbeiter und Gäste. Er wolle das idyllische Strandbad Fuschl samt Campingplatz erwerben, einen Landeplatz für Wasserflugzeuge und ein Luxushotel bauen, hört man in der Fuschler Bevölkerung. Dass es Umbaupläne für das Strandbad gibt, in die Red Bull involviert werde, bestätigte der Ortschef. "Wir beziehen alle unsere Betriebe ein. Das Strandbad entspricht nicht mehr dem modernen Standard." Die Gemeinde gab eine Vorstudie in Auftrag. Was dann weiter geschieht, ist noch offen
(apa)
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