Rekordergebnis für den Flughafen Wien: Umsatz ist nach 9 Monaten deutlich höher
- EBIT verbesserte sich um 5,8 %, mehr Passagiere
- Aufwendungen stiegen stärker als der Umsatz
Die börsenotierte Flughafen Wien AG hat in den ersten neun Monaten 2004 Umsatz und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) gesteigert. Der Umsatz stieg vor allem wegen des gestiegenen Verkehrsvolumens um 15,8 Prozent auf 299,5 Mio. Euro. Wegen höherer betrieblicher Aufwendungen fiel die Verbesserung des EBIT mit 5,8 Prozent auf 86,86 Mio. Euro geringer aus, teilte der Airport am Donnerstag mit.
Flughafen-Vorstand Herbert Kaufmann bezeichnete "die gute Verkehrsentwicklung" als "Motor der guten wirtschaftlichen Entwicklung" in den ersten drei Quartalen.
Das Passagieraufkommen am Vienna Airport wuchs im laufenden Jahr mit zweistelligen Zuwachsraten stärker als der europäische Durchschnitt, so der Flughafen. Bis Ende September wurden in Wien insgesamt 11,246.211 Passagiere abgefertigt, um 17,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2003. Die Zahl der Transferpassagiere stieg um 22,1 Prozent. Das Höchstabfluggewicht stieg um 18,5 Prozent bei 15 Prozent mehr Flugbewegungen. Das Frachtvolumen verzeichnete einen Zuwachs von 22,1 Prozent.
Billigfluggesellschaften sorgen für Wachstum
Für die Umsatzzuwächse sind in erster Linie die Billigfluggesellschaften ("Low Cost Carrier") verantwortlich, die in den ersten neun Monaten zusammen 1,18 Millionen Passagiere (2003: 491.734) nach Wien brachten. Der Anteil der Billigflieger am gesamten Passagiervolumen wuchs auf 10,5 Prozent an. Bei Linienflügen gab es besonders auf der Langstrecke Steigerungen, die Passagierzahlen nach Nordamerika stiegen um 20 Prozent, nach Fernost um 30,7 Prozent, und in den Nahen Osten um 62,9 Prozent. Nach Osteuropa betrug das Plus 24,2 Prozent. Der Flughafen Wien versteht sich als "Verkehrsdrehscheibe im Mittelpunkt des neuen Europa".
Seit 1. Oktober gilt am Flughafen Wien eine neue Tarifstruktur: Der Landetarif sinkt um durchschnittlich 16 Prozent. Weiters gibt es Anreize, Flüge aus den großen Verkehrsknoten zu verlegen ("Frequenzdichte-Incentive"). Beide Maßnahmen bedeuten für 2004 eine Gebührensenkung von rund 3 Mio. Euro bzw. von rund drei Prozent im Jahr 2005.(apa)
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