Deutscher Energieversorger EWE sagt Börsengang überraschend ab
- Nun Umschuldungen und langfristige Finanzierungen
- Späterer Börsengang sei aber weiter möglich
Der Energieversorger EWE aus Oldenburg hat seine Pläne für einen Börsengang zurückgezogen. EWE-Vorstandschef Werner Brinker sagte, "die langfristige, eigenständige Finanzierung der Akquisitionen ist zu diesem Zeitpunkt für uns die beste Lösung".
Ein späterer Börsengang oder die Beteiligung eines strategischen Investors sei damit aber weiter möglich, erklärte Brinker. Deutschlands fünftgrößter Energiekonzern werde seine durch milliardenschwere Zukäufe angespannte Finanzkraft stattdessen durch eine langfristige Umschuldung stärken. "Natürlich denken wir dabei auch über eine Anleihe nach", zitierte die Zeitung den EWE-Chef.
Der Börsengang von EWE wäre im zweiten Halbjahr 2004 einer der größten überhaupt gewesen. Zuvor hatten schon mehrere andere Unternehmen - darunter zum Beispiel die Werkstattkette Autoteile Unger - ihre geplanten Börsengänge abgesagt.
(apa)
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