Positive Bilanz bei Dienstleistungen und Außenhandel: Zuwächse gegenüber Vorjahr
- 6,6 % Exportplus, Importe um 1,4 Prozent gestiegen
- Plus 3,8 Prozent im Dienstleistungsbereich
Österreichs Außenhandel hat in den Monaten Jänner bis April 2004 nach vorläufigen Zahlen positiv bilanziert. Im Jahresvergleich wuchsen die Exporte um 6,6 Prozent auf 27,9 Mrd. Euro, während die Importe lediglich um 1,4 Prozent auf 27,6 Mrd. Euro stiegen. Damit verblieb nach den ersten vier Monaten ein Ausfuhrüberschuss von 0,3 Mrd. Euro, nach einem Defizit von 1,1 Mrd. Euro im Vorjahr, gab die Statistik Austria am Montag bekannt.
Aus EU-Ländern bezog Österreich bis April Waren im Wert von 18,1 Mrd. Euro (plus 3,5 Prozent), der Wert der versandten Waren lag bei 16,7 Mrd. Euro und damit um 5,3 Prozent höher. Das traditionelle Defizit im innergemeinschaftlichen Warenverkehr verringerte sich von 1,6 auf 1,4 Mrd. Euro.
Im Außenhandel mit Nicht-EU-Ländern (Drittstaaten) sanken die Importe um 2,4 Prozent auf 9,6 Mrd. Euro, während die Exporte um 8,4 Prozent auf 11,2 Mrd. Euro wuchsen. Das Aktivum der Handelsbilanz mit Drittländern hat sich damit von 0,6 auf 1,7 Mrd. Euro fast verdreifacht.
Dienstleistungsbereich mit Umsatzplus im 1.Quartal
Der österreichische Dienstleistungssektor entwickelt sich positiv. In den ersten drei Monaten 2004 wuchsen die Dienstleistungsbranchen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent. Verantwortlich dafür waren besonders die steigenden Passagierzahlen, die erhöhten Flugpreise, die Einführung der Lkw-Maut und steigende Umsatzerlöse bei Speditionen.
Zahl der Beschäftigten gestiegen
Die Zahl der Beschäftigten im Sektor ist im Vergleich zum 1. Quartal 2003 nur um 1,3 Prozent gestiegen. Die höchste Zuwachsrate, plus 4,6 Prozent, konnte der Bereich "unternehmensbezogene Dienstleistungen" (etwa Consulting, Steuerberatung o.ä.) verbuchen. Im Bereich Nachrichtenübermittlung war ein Beschäftigungsrückgang um 5,7 Prozent zu beobachten. Dies lässt sich laut Statistik Austria auf "Strukturbereinigungen bei den Post- und Telekommunikationsdiensten" zurückführen.
Die quartalsweise Untersuchung für Umsatz- und Beschäftigungsindikatoren wird von der Statistik Austria seit dem 1. Quartal 2003 durchgeführt. Es liegen daher erstmals Vergleichswerte zur Vorjahresperiode vor. Zur Berechnung der Umsatzindikatoren ziehen die Experten der Statistik Austria die Umsatzsteuervoranmeldung heran.
(apa)
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