Donnerstag, 15. Juli 2004

Saisonauftakt mit Überraschungen: Vieles scheint nach dem ersten Spieltag möglich

  • GAK verliert,Austria mit Mühe,Fastabsteiger überraschen
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Meister GAK vom Aufsteiger Tirol 1:0 geschlagen, Vize und Titelanwärter Austria gegen Admira mit Mühe 2:1, aber zum sechsten Mal in Folge siegreich, Rapid nach dem 5:1 in Bregenz wie in den vergangenen drei Jahren erster Tabellenführer. Die 31. Fußball-Bundesliga-Saison verspricht spannend zu werden, der Auftakt am Dienstag und Mittwoch konnte sich jedenfalls gesamt gesehen einigermaßen sehen lassen.

Für den hoch gehandelten SV Pasching gab es mit dem 1:1 in Salzburg die ersten Punkteverluste nach vier Siegen gegen die Mozartstädter in Folge und eine Fortsetzung der Serie von nunmehr 19 Liga-Partien ohne Niederlage. Trainer Georg Zellhofer sprach von einer starken ersten und weniger guten zweiten Hälfte und weiß, "dass es einer Steigerung bedarf, wollen wir unseren Ansprüchen gerecht werden". Sturm Graz revanchierte sich mit dem 3:1 in einem recht munteren Spiel gegen die auswärts seit langem erfolglosen Mattersburger (13. Niederlage in Folge) für die 1:3-Schlappe vor einem Jahr zum Auftakt im Burgenland.

Kronsteiner über die drei Punkte sehr froh
Hatte die Austria als damaliger Titelverteidiger mit einem 1:2 in Kärnten die Saison 2003/04 begonnen, der GAK aber durch das 1:0 gegen die Admira drei Punkte Vorsprung auf die Wiener (nach 36 Runden betrug das Guthaben der Grazer einen Zähler), so gingen heuer die Violetten gegen die Rotjacken 3:0 in Führung.

Daher zeigte sich Günter Kronsteiner über die zwar verdient, wenn auch im Finish etwas glücklich gewonnen drei Punkte zum Auftakt nach einem 0:1-Rückstand hocherfreut. "In der Vergangenheit haben wir solche Spiele meist verloren", meinte Austrias Teammanager. Die (jüngere) GAK-Vergangenheit beschwor hingegen Walter Schachner nach dem 0:1 in Innsbruck mit den Worten "das war nicht meine Mannschaft". "Seine" soll wieder am nächsten Mittwoch in Graz gegen Salzburg zu sehen sein.

Hicke mit Kritik trotz 5:1-Sieg
Josef Hickersberger kommentierte den hohen 5:1-Sieg (der erste Erfolg der Hütteldorfer mit vier Treffern Differenz seit dem 4:0 in Runde eins vor zwei Jahren in Graz gegen Sturm) auch mit etwas Kritik für die Leistung seiner Elf nach einer leichten 2:0-Führung vor der Pause. Nun hofft der Rapid-Trainer aber auf ein volles Hanappi-Stadion am Mittwoch gegen Tirol, auf eine ähnliche (Herbst)Serie wie vor einem Jahr und auf ein glücklicheres Ende zum Saisonschluss. Der Rekord-Champion wartet ja nun schon seit acht Saisonen (bisher letzter Erfolg 1996) auf den 31. Meistertitel. Kanoniere (wie einst in glorreichen Zeiten) waren Rapidler in der Saison 2002/03 mit einem 6:3 schon in Bregenz gewesen.

Meisten Auftakt-Treffer seit vier Jahren
Sechs der insgesamt 16 Tore (die meisten zum Auftakt seit vier Jahren) fielen also im "Ländle". Sieben davon erzielten Österreicher, wobei dem Rapidler Andreas Ivanschitz gleich zwei gelangen, neun Ausländer, der Sturm-Georgier David Mujiri traf ebenfalls zwei Mal. "Ich hoffe, dass wir den Schwung mitnehmen können", meinte der Grün-Weiße, in Bregenz aber "barca-mäßig" gekleidete Jungstar. Mujiri betonte nach seinem ersten Bundesliga-Doppelpack die Bedeutung des erfolgreichen Starts. "Denn im Vorjahr haben wir verloren und sind dann in des Teufels Küche gekommen", erinnerte er sich.
(apa/red)

15.7.2004 13:41