Neues Fußball-Zeitalter gestartet: ATVplus mit erstem "Volltreffer" zufrieden
- 72.000 Zuseher bedeuten acht Prozent Marktanteil
- Senderchef Franz Prenner war "irre zufrieden"

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Um 22.35 Uhr fiel am Mittwoch der Anpfiff für die neue ATVplus-Fußball-Show. Senderchef Franz Prenner war "etwas nervös", Moderator Max Schmiedl war "sehr nervös", seine Fans und Kollegen vom FC Lok. Hörndlwald im Studio waren bestens gelaunt, und alle Anwesenden einte vor Sendestart der Wunsch, dass an diesem Abend kein ORF-Computer den Geist aufgeben möge.
93 Minuten später war die Premiere vollbracht, Schmiedl längst aus der Panikstarre erwacht und der Senderchef schlicht "irre zufrieden".
Fans sind geübt im Jubeln - Fußballfans, die sich im Stadion Gehör verschaffen müssen, erst recht. Entsprechend wenig Mühe hatte das Team bei der Instruktion des Saalpublikums. Selbst "La Ola" wurde trainiert, kam dann aber doch nicht zum Einsatz. Gleich mehrere Sitzreihen nahm Schmiedls Fangemeinde ein, und sie feuerten den Freund selbst in den Werbepausen der Live-Übertragung an: "Super, Max!" Auch "Chefanalytiker" Didi Constantini und Co-Moderatorin Barbara Krahofer wurden mit Pausenapplaus bedacht.
Franz Prenner: "Was Sie hier sehen, ist kein Kindergartenfernsehen"
Vor dem Showstart rief Prenner noch einmal die historischen Dimensionen des Geschehens in Erinnerung: "Es ist ein wirkliches Monopol gebrochen", freute er sich und versicherte: "Hochprofessionell" gehe man an die Herausforderung Bundesliga. "Was Sie hier sehen, ist kein Kindergartenfernsehen." Das Hochglanzstudio, das in nur wenigen Wochen auf dem Rosenhügel gebaut wurde, sei aber "gar nicht so teuer wie es aussieht", beruhigte der ATVplus-Chef. Zweieinhalb Millionen Euro pro Jahr lässt sich der Private den "Volltreffer" kosten, durchschnittlich 140.000 Zuschauer peilt man an.
Die Premiere erreichte 72.000 Zuschauer, wobei ATVplus am Donnerstag aber auf die späte Sendezeit verwies. Wenn der "Volltreffer" dann samstags und ca. eine halbe Stunde früher zu sehen ist, rechnet man mit mehr Zuschauern. Bei den Menschen, die zu später Stunde noch vor dem Fernseher ausharrten, hatte die Fußball-Show aber für ATVplus zufrieden stellende Marktanteil: acht Prozent bei der Zielgruppe ab zwölf Jahren, 10,4 Prozent bei den Zwölf- bis 49-Jährigen und 14,5 Prozent bei den Zuschauern zwischen zwölf und 29.
(apa/red)
