Donnerstag, 15. Juli 2004

Bundesliga-Klubs in Geberlaune: Regel- rechte Torflut in der ersten Runde

  • 5 der 15 Treffer von Rapid. Erfolg für ATVplus-"Volltreffer"
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Ein Bundesliga-Auftakt, wie es ihn sich die Fußball-Fans vorstellen! Gleich 15 Mal netzten die Spieler am Dienstagabend beim ersten Spieltag des vielzitierten neuen Fußball-Zeitalters ein. Am spendabelsten waren dabei die Hütteldorfer, sie legten einen ähnlich fulminanten Start wie in den letzten drei Jahren hin und durften gleich über fünf Tore jubeln. Das bedeutet wie schon in der Vorsaison Platz eins nach Runde eins. Mit den TV-Zuschauerzahlen ist man bei ATVplus zufrieden: 72.000 Fußball-Interessierte verfolgten um 22.30 Uhr die erste Ausgabe von Volltreffer.

Das neue tschechische Angriffs-Duo Marek Kincl und Tomas Dosek trug sich ebenso wie ÖFB-Teamspieler Markus Katzer in die Schützenliste ein, dazu steuerte Jung-Nationalteamkapitän Andreas Ivanschitz einen Doppelpack bei.

Ivanschitz: "Das hat Spaß gemacht"
"Mit den beiden da vorne macht es richtig Freude zu spielen. Das hat Spaß gemacht. Sie bewegen sich auch ohne Ball viel und sind ständig anzuspielen, arbeiten aber auch für die Defensive. So stellt man sich richtige Mannschaftsspieler vor", lobte der 20-Jährige die neuen Spitzen aus dem Nachbarland. "Marek Kincl hat gezeigt, warum er Sparta Prag in der Champions League gegen Lazio Rom weitergebracht hat und Tomas Dosek war mit Slavia auch im UEFA-Cup-Viertelfinale", lobte auch Josef Hickersberger seine beiden "Tschechen-Bomber".

Neue überzeugten
Mit dem Ex-Bregenzer Peter Hlinka und György Korsos kamen zwei weitere Neuerwerbungen zum Rapid-Debüt und erwiesen sich als wertvolle Stabilisatoren. Da auch der grün-weiße Kapitän Steffen Hofmann nach dem Wechsel am Bodensee aufblühte und fast an allen guten Aktionen beteiligt war, lief der Ball fast wie nach Belieben in den Hütteldorfer Reihen. Am Ende waren die Vorarlberger mit fünf Gegentoren noch gut bedient. Latte, Keeper Tolja (der allerdings beim Führungstreffer keine gute Figur gemacht hatte) und fehlende Konsequenz verhinderten ein Best-Schießen.

Bregenz zerknirscht
"Auf uns wartet noch viel Arbeit. Dieses Spiel kam viel zu früh für uns. Rapid hat uns kalt erwischt", gab Regi van Acker zu, der in der Sommerpause fast eine komplette Mannschaft dazubekam und gleich sieben Neue (Krautberger, Pircher, Höller, Verjans, Grabic, Mladenovic und Jansen - dazu wurde nach der Pause mit Klapija der achte Zugang eingewechselt) in seiner Startformation aufgeboten hatte. Bei Bregenz war aber nicht zu übersehen, dass die Abgänge von Hlinka, Berchtold, Aslan, Bragstad, Konrad und Klausz an Qualität gekostet haben.

Starker Rapid-Kader
Mit Martinez, Katzer und Lawaree kam ein Trio von der Bank ins Spiel und fügte sich nahtlos ins Ensemble mit den neuen blau-roten Auswärts-Dressen ein - der Vergleich mit dem FC Barcelona scheint dennoch nicht nur deshalb verfrüht. Schon 2001/02 (3:1 gegen Sturm), 2002/03 (4:0 gegen Sturm) und in der Vorsaison 2003/04 (4:2 gegen Pasching) legte der SCR mit einem Kanonen-Start los, hatte am Ende aber mit dem ersten Platz nichts zu tun. Daran erinnerte auch Josef Hickersberger: "Wenn mir das einmal gelingt, dann gebe ich gerne alle ersten Ränge der Startrunden wieder her."

Vorerst freute sich der Rapid-Coach einmal nur auf den nächsten grün-weißen Auftritt und forderte von den Fans für die Heimpremiere gegen Wacker Tirol: "Jetzt muss 'Sankt Hanappi' voll sein!"

Die zehn Klubs haben insgesamt 39 Neuzugänge eingesetzt, fünf davon durften sich beim Meisterschaftsdebüt für ihren Neo-Arbeitgeber über einen Torerfolg freuen. Neben den drei Rapidlern Marek Kincl, Tomas Dosek (beide CZE) und Markus Katzer trafen der Bregenzer Stefan Jansen (NED) und der Admiraner Marijan Kovacevic (CRO).

Die meisten Neuen setzten die Vorarlberger ein, die aber mit ihren insgesamt acht Zugängen (sieben von Beginn an) wenig erfolgreich waren. Auf der Gegenseite durften sich fünf neue Grün-Weiße über den Start nach Maß freuen. Die wenigsten Veränderungen zur Vorsaison waren beim SK Sturm zu sehen. Trainer Michael Petrovic setzte bis auf eine Position (Torhüter Radovan Radakovic statt dem zum FC Basel abgewanderten Thomas Mandl) nur auf Spieler der Mannschaft 2003/04 - als erst in der letzten Runde der Abstieg abgewendet worden war.
(apa/red)

15.7.2004 10:56