Weltenbummler Mushin Ertugral nimmt auf Mattersburger Trainerbank Platz
- Afrikanische Spielfreude im Burgenland?
- Erster Test Mittwoch beim Auftakt gegen Sturm in Graz
Der Türke Mushin Ertugral zieht ab Mittwoch die Fäden bei der Mattersburger Elf. Ändern sollen sich vor allem Spielfreude, Selbstvertrauen und Technik der Burgenländer. Helfen soll dabei Ertugrals langjährige Afrika-Erfahrung.
Mit Mushin Ertugral nimmt ab Mittwochabend ein neuer Mann auf den Trainerbänken der T-Mobile-Bundesliga statt. Der türkische Weltenbummler, der vier Sprachen fließend spricht (Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch), hat mit Didi Kühbauer und Co. viel vor und will vor allem Spielfreude, Selbstvertrauen und technische Kabinettstückchen ins Burgenland importieren. Ertugral weiß wovon er spricht, schließlich war der 45-Jährige zwischen 1999 und 2003 beim südafrikanischen Kult-Verein Kaizer Chiefs tätig.
"Fußball ist in Afrika ein Lebenselixier, die Fußballer wollen sich am Wochenende mit ihrem Spiel ausdrücken. Dort steht das Wort 'Spielen' im Mittelpunkt, das magische Wort heißt 'Straßenfußball'. Diese Ausdrucksweise kommt hier in Österreich noch zu kurz", meinte Ertugral, der die Österreicher im Vergleich zu seinen Stationen in Afrika vor allem balltechnisch deutlich im Hintertreffen sieht. Ertugral, der während seiner Zeit in Südafrika Ex-Präsident Nelson Mandela kennen gelernt hat, möchte vor allem im psychischen Bereich den Hebel ansetzen.
"Das Problem liegt oft im mangelnden Selbstvertrauen, man hat Angst, einen Fehler zu machen", so Ertugral, der seine Philosophie vor allem den technisch starken Mattersburgern Thomas Wagner, Rene Wagner, Kühbauer oder Mörz einimpfen will. Als lebendes Beispiel holte Ertugral dank seiner blendenden Afrika-Connections den Südafrikaner Japu Pule nach Mattersburg, der 24-jährige Mittelfeldspieler machte bereits in den Testspielen einen blendenden Eindruck.
Vom Umfeld in der burgenländischen Idylle und vom Klub-Obmann Martin Pucher zeigte sich der Trainer-Neuzugang begeistert. "Ich bin positiv überrascht, hier läuft alles sehr professionell ab." Positiv überraschen möchte Ertugral mit einer vor Selbstvertrauen strotzenden Mattersburg-Elf auch am Mittwoch in Graz.
(apa/red)
