Zweite Runde beim Generali Open in Kitzbühel: Koubek siegt, Eschauer verliert
- 6:3,6:0-Sieg nach weniger als einer Stunde
- Eschauer nach tollem Spiel mit 3:6,7:6,3:6 gescheitert
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Der Kärntner Stefan Koubek ist am Dienstag souverän in die zweite Runde des Tennis-ATP-Turniers in Kitzbühel eingezogen. Der 27-Jährige setzte sich mit nur wenigen Eigenfehlern gegen den routinierten Schweizer Marc Rosset in nur 52 Minuten 6:3,6:0 durch. Werner Eschauer hingegen scheiterte an Albert Costa mit 3:6,7:6,3:6. Neben Koubek lasten die österreichischen Hoffnungen nun noch auf Jürgen Melzer, der in Kitzbühel als Nummer 12 geführt wird und deshalb wie alle anderen Gesetzten in der Startrunde ein Freilos hat.
"Es war leichter als erwartet", resümierte Koubek, nachdem er das erste Duell mit dem früheren Top Ten-Spieler und Olympiasieger von Barcelona in 52 Minuten für sich entschieden hatte. Nur zu Beginn vermochte der 33-jährige Eidgenosse, mit dem der ÖTV-Daviscupper sehr gut befreundet ist, dank seines Kanonen-Aufschlags (der erste oft über 200 kmh) mitzuhalten, doch im Verlauf der extrem fairen Partie unterliefen dem Schweizer immer mehr Fehler, wodurch der Kärntner relativ leichtes Spiel hatte.
Mit dem ersten Break zum 5:3 stellte Koubek die Weichen Richtung Sieg. "Bis dahin war Marc unangenehm, mit dem ersten Break habe ich ihn aber komplett gebrochen und dann das Match perfekt nach Hause gespielt. Da war er dann keine Gefahr mehr", berichtete der Kärntner. Die in Gstaad wegen eines um drei Kilo härter bespannten Rackets leicht beleidigte Schulter bereitete ihm gegen Rosset keinerlei Probleme mehr, nachdem er wieder zu seiner Normalbespannung von 24 kg zurückgekehrt ist.
Lopez "unangenehmer" als Rosset
Nun geht es gegen Lopez, den Koubek als "viel unangenehmer" einschätzt. Der 22-jährige Spanier, als Nummer 25 im Entry Ranking weit besser platziert als Österreichs Nummer zwei (94), ist ein hungriger und gefährlicher Spieler, den er in Stuttgart im dritten Duell mit 6:3,6:4 erstmals geschlagen hat. Allerdings unter ganz anderen Bedingungen. Koubek: "In Stuttgart war der Boden nass und extrem langsam, hier ist der Platz höher und viel schneller. Ich weiß zwar seit Stuttgart, wie es geht, aber einfach wird das nicht".
Eschauer lange Zeit ebenbürtig
Eschauer, der im Vorjahr den zweifachen Kitz-Sieger Alex Corretja eliminiert hatte, wartete vor den Augen von Daviscup-Kapitän Thomas Muster auch gegen Costa mit einer starken Leistung auf, doch zu einem Coup wie 2003 bei seinem bisher größten Erfolg auf der ATP-Tour reichte es nicht ganz.
Der 30-jährige Außenseiter aus Niederösterreich war allerdings gegen den French Open-Sieger 2002 über weite Strecken ein ebenbürtiger Gegner. Vor allem im zweiten Set, den er nach einem 2:4-Rückstand dank einer starken spielerischen und kämpferischen Leistung im Tiebreak (7:2) gewann. Doch trotz des hartnäckigen Widerstands ging letztlich der Sieg an den Spanier, der nach 2:42 Stunden den zweiten Matchball verwertete und sich damit für die Niederlage im zuvor einzigen Duell (2001 in Gstaad) revanchierte.
"Gegen solche Leute ist es schwierig, weil ich selten gegen diese Topleute spiele. Man hat aber gesehen, dass ich Top 100-Level spielen kann", sagte der derzeit in der Weltrangliste nur auf Rang 221 geführte Hollensteiner, dem das Match gegen Costa aber Mut für die Zukunft macht: "Die Formkurve zeigt nach oben. An diese Leistung möchte ich anschließen und mich wieder nach vorn katapultieren." Das möchte er in den nächsten Monaten bei Challengern in Europa schaffen.
(apa/red)
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