Beach-Volleyball: Berger/Doppler vorerst aus Olympia-Träumen gerissen
- Doppler zog sich vermutlich Innenband-Blessur zu
- Olympia-Start wackelt, aber die Hoffnung lebt
Die Olympia-Träume der Beach-Volleyballer Nik Berger und Clemens Doppler sind schon nahe am Zerplatzen gewesen. Doppler hatte sich beim Grand-Slam-Turnier in Marseille in der zweiten Runde eine schwere Knieverletzung zugezogen, die erste Diagnose des Tour-Arztes lautete auf Kreuzbandriss. Beim Röntgen im Krankenhaus wurde dann aber "nur" eine Innenband-Blessur festgestellt. Doppler wollte danach so rasch wie möglich zur Therapie nach Österreich, um für die Spiele noch fit zu werden.
Das Unglück passierte nach dem 2:0-Erstrundensieg über die Franzosen Molinier/Deulofeu gegen die Norweger Horrem/Maaseide. Nach dem Verlust des ersten Satzes mit 22:24 verdrehte sich Doppler nach einem Angriffsball beim Aufkommen im Sand das linke Knie. Nach der Hiobsbotschaft an Ort und Stelle waren die Spieler und ihr Trainer Marco Solustri am Boden zerstört, auch Tränen blieben nicht aus. Die zweite, jedoch nicht per Magnetresonanz-Untersuchung gestellte Diagnose, lässt sie aber wieder Mut schöpfen, auch Doppler.
Die Künste des Knie- und Schulter-Spezialisten Dr. Georg Lajtai, einst auch Arzt von Andreas Goldberger, in dessen Privatklinik in Althofen lassen den 23-Jährigen hoffen: "Sollte die Magnetresonanzuntersuchung einen Hoffnungsschimmer ergeben, werde ich alles daran setzen, um für Athen fit zu werden. Ich werde 24 Stunden am Tag arbeiten, um eventuell dabei sein zu können. Derzeit bin ich noch deprimiert. Aber mein Kampfgeist kommt zurück und sollte ich eine kleine Chance wittern, werde ich sie nützen."
Der behandelnde Arzt in Marseille vermutete eher eine Innenband-Überdehnung und keinen -Riss, er legte die Belastungspause mit vier bis sechs Wochen fest - allerdings für einen "normalen" Menschen. Da Leistungssportler derartige Fristen oft verkürzen, könnte es sich theoretisch bis zum Olympia-Turnier-Auftakt am 14. August ausgehen. Die Teilnahme am Grand-Slam-Turnier Ende Juli in Klagenfurt scheint aber ausgeschlossen.
Robert Nowotny und Peter Gartmayer haben das Grand Slam-Turnier auf Rang 17 beendet. Die beiden Schwechater mussten sich im Loser-Pool dem US-Duo Todd Rogers/Sean Scott mit 0:2 (-21,-12) geschlagen geben. "Wir haben leider nicht an unsere Leistungen vom Vortag anschließen können", erklärte Gartmayer, der mit seinem Partner im ersten Satz einen Satzball vergeben hatte, im zweiten aber chancenlos war. (apa/red)
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