Marion Jones sichert sich Olympia-Ticket: Multi-Talent im Weitsprung unschlagbar
- Doping-Behörde ermittelt gegen die Top-Athletin
Marion Jones ist überzeugend ins US-Olympia-Team für Athen gesprungen. Fünf Tage nach ihrem Debakel über 100 m (nur Rang fünf) sicherte sich die dreifache Olympiasiegerin bei den Leichtathletik-Trials in Sacramento im Weitsprung mit der Höchstweite von 7,11 m ihr erstes Olympia-Ticket.
Es war Jones' beste Weite seit 1998, als sie ihre persönliche Bestleistung von 7,31 m erzielt hatte. Grace Upshaw belegte mit 6,83 m den zweiten Platz.
Trotz ihrer Qualifikation könnte Jones allerdings noch aus dem Olympia-Team verbannt werden. Die Nationale Anti-Doping Agentur (USADA) ermittelt seit Monaten wegen angeblichen Dopingmissbrauchs gegen sie. Positive Tests liegen zwar keine vor, aber es gebe zahlreiche Indizien, die für einen Betrug sprechen. Bisher wurde Jones nicht angeklagt und hat stets ihre Unschuld beteuert. Unter anderem hatte sie einen Lügendetektortest bestanden.
Der 20-jährige Jeremy Wariner gewann vor 20.000 Zuschauern die 400 m in der Weltjahresbestzeit von 44,37 m vor Otis Harris (44,67). Calvin Harrison, gegen den ein Dopingverfahren läuft, wurde in 44,70 Fünfter. Wie Verantwortliche des nationalen Leichtathletik-Verbandes andeuteten, wird er auch nicht in den Staffel-Pool aufgenommen.
Die "Chicago Tribune" berichtete von einem weiteren Dopingfall. Larry Wade, einer der besten Hürdensprinter der USA und Olympia-Kandidat, soll einen positiven Dopingtest abgegeben haben. Das anabole Steroid Norandrosteron sei nachgewiesen worden, schrieb die Zeitung. (apa/red)
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