Dienstag, 13. Juli 2004

Finanzierung des Kärntner Stadions fixiert:
Land greift Klagenfurt unter die Arme

  • Zweckwidmung bei Bedarfszuweisungen und Umwidmung von Geld für Konferenzzentrum

Die Diskussion um die Finanzierung des neuen Klagenfurter Stadions für die Fußball-EM 2008 wurde am Donnerstag beendet. Das Land Kärnten greift der Lindwurmstadt finanziell unter die Arme. Bürgermeister Harald Scheucher (V) meinte zur APA: "Damit kann das Stadion finanziert werden."

Konkret werden Gelder, die der Stadt zustehen, für den Bau zweckgewidmet. Landesfinanzreferent LHStv. Karl Pfeifenberger (F) betonte aber, seitens des Landes werde "kein zusätzlicher Euro" für die Stadt locker gemacht.

Die Stadt erhält jährlich vom Land 850.000 Euro an so genannten Bedarfszuweisungen. In Verhandlungen zwischen den Stadtvätern und Gemeindereferent Reinhart Rohr (S) wurde am Donnerstag festgelegt, dass von diesen Zuweisungen 500.000 Euro jährlich für die Arena zweckgewidmet werden, und zwar auf den Zeitraum von zehn Jahren. Außerdem kann die Stadt auf 14,5 Mio. Euro zurück greifen, die eigentlich für den Bau eines Konferenzzentrums gedacht waren.

"Das Land hat gegen eine Umwidmung dieses Geldes nichts einzuwenden", sagte Landeshauptmann Jörg Haider (F) der APA. Auch Pfeifenberger zeigte sich einverstanden, die Umwidmung könne unbürokratisch per Umlaufbeschluss erfolgen. Allerdings, so Pfeifenberger weiter, müsste sich die Stadt aber auch im Klaren sein, dass das Land "für andere Dinge kein Geld mehr zur Verfügung stellen wird". Pfeifenberger und Rohr betonten jedoch, dass durch diese Bindungen "der Spielraum der Landeshauptstadt für andere Projekte eingeschränkt wird".
(apa/red)

13.7.2004 15:36