Samstag, 17. Juli 2004

9/11: US-Kommission deckt jetzt Terror-verbindungen der iranischen Regierung auf

  • Attentäter sollen vor Anschlägen im Iran gewesen sein
  • Keine Hinweise dass Iran vorab von Anschlägen wusste

Hat der Iran die Terroranschläge vom 11. September erleichtert? Die US-Kommission zur Untersuchung der Vorfälle vom 11. September 2001 hat nach Informationen des Magazins "Time" explosive Terrorverbindungen der iranischen Regierung aufgedeckt.

Mehrere der 19 Attentäter seien in den Monaten vor den Anschlägen im Iran gewesen, berichtete die Zeitschrift am Freitagabend auf ihrer Webseite unter Berufung auf einen hohen US- Regierungsbeamten.

Nach dem Anschlag auf das US-Schiff "USS Cole" vor Jemen im Oktober 2000 soll Teheran der El-Kaida-Führung eine Zusammenarbeit angeboten haben, berichtete die Zeitschrift. El-Kaida-Chef Osama bin Laden habe das Angebot ausgeschlagen, um Sympathisanten in Saudiarabien nicht zu vergraulen. Die Regierung habe seine Grenzposten im Oktober 2000 angewiesen, El-Kaida-Mitglieder bei Grenzkontrollen passieren zu lassen.

Die Informationen seien erst vor kurzem ans Licht gekommen, überwiegend bei Verhören von Gefangenen und durch mitgehörte Gespräche zwischen mutmaßlichen Terroristen, berichtete "Time". Es gebe allerdings keine Hinweise, dass Teheran von dem Anschlag auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington vorab wusste. Die Kommission will ihren mit Spannung erwarteten Abschlussbericht in der kommenden Woche veröffentlichen. (apa/red)

17.7.2004 19:09