Mord an Serbenführer Zoran Djindjic: Verdächtiger in Griechenland gefasst!
- Dejan Milenkovic wurde seit einem Monat beschattet
- Der Verdächtige war seit 14 Monaten flüchtig
In der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki ist einer der Hauptangeklagten im Prozess um die Ermordung des serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic am 12. März 2003 festgenommen worden. Dejan Milenkovic soll beim Anschlag auf Djindjic versucht haben, Djindjics Dienstwagen zu rammen. Der Verdächtige soll derm berüchtigten Zemun-Klan angehören - der größten kriminellen Vereinigung in Serbien.
Wie der Sprecher des griechischen Ministeriums für Öffentliche Ordnung, Lefteris Oikonomou, auf Anfrage bekannt gab, handle es sich bei dem Festgenommenen um Dejan Milenkovic. Milenkovic war 14 Monate auf der Flucht gewesen. Der Verdächtige sei schon ein Monat lang beschattet worden, hieß es.
Milenkovic wird unter anderem beschuldigt, am 21. Februar 2003 bei einem gescheiterten Attentat auf Djindjic die Hauptrolle gespielt zu haben. Der 34-Jährige soll mit einem Lkw mit österreichischem Kennzeichen versucht haben, den Dienstwagen des Ministerpräsidenten, der zum Flughafen unterwegs war, zu rammen. Ein Zusammenstoß konnte vom Fahrer des Wagens des Premiers nur knapp verhindert werden.
Nach Polizeiangaben ist Milenkovic im Zentrum der griechischen Hafenstadt von Polizeibeamten festgenommen worden. Gegen Milenkovic lag ein internationaler Haftbefehl vor, der als dringend eingestuft war. Der Festgenommene wird vorerst in Griechenland bleiben. Mit der Auslieferung rechneten Juristen in zwei bis drei Wochen.
Milenkovic soll dem so genannten Zemun-Klan angehören. Dieser gilt als die größte kriminelle Vereinigung, die bis zur Festnahme vieler Mitglieder nach dem Attentat auf den Ministerpräsidenten das Geschäft mit Drogen und Prostitution in Serbien kontrollierte. (apa/red)
