Donnerstag, 15. Juli 2004

Der Irak kommt nicht zur Ruhe: Wieder mindestens 13 Tote bei Bombenanschlägen

  • Sprengsatz explodierte vor Polizeigebäude
  • Anschläge auf Ölpipelines im Norden und Süden

Im Irak reißt die Serie von Anschlägen nicht ab. Bei einer Autobombenexplosion vor einer Polizeiwache in der Stadt Haditha sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, 27 weitere wurden nach Informationen des arabischen TV-Nachrichtensenders Al Jazeera verletzt.

In der schiitischen Pilgerstadt Kerbala detonierte eine Autobombe in der Nähe des Hauptquartiers der bulgarischen Truppen. Drei Insassen sprengten sich nach Augenzeugenberichten mit dem Wagen in die Luft. Wie ein Polizeisprecher berichtete, hatten Polizisten die Männer verfolgt. Wenige Stunden nach dem Zwischenfall demonstrierten rund 1000 Menschen gegen den Terrorismus. Außerdem forderten sie die Todesstrafe für Ex-Staatschef Saddam Hussein.

Anschläge wurden auch auf Ölpipelines im Norden und Süden des Landes verübt. Ob die Ölexporte dadurch beeinträchtigt wurden, war zunächst nicht bekannt. Die zwei Pipelines im Süden waren in den vergangenen Wochen wiederholt Ziel von Sabotageakten. Ministerpräsident Iyad Allawi bezifferte die entgangenen Einnahmen auf rund eine Milliarde Dollar.

Beim Einschlag einer Rakete wurden in der nordirakischen Stadt Kirkuk vier Menschen getötet und drei weitere verletzt. Das Geschoss ging auf ein Wohnhaus nieder, wie Polizei und Krankenhausmitarbeiter mitteilten. Zunächst war nicht klar, welches Ziel die Angreifer treffen wollten. (apa)

15.7.2004 08:29