Kenia nach Dürre vor Hungerkatastrophe: Präsident bittet UNO um rasche Hilfe!
- Es fehlen 156.000 Tonnen Nahrungsmittel
- 32 Millionen Dollar an Hilfsgeldern werden gebraucht
Der kenianische Präsident Mwai Kibaki hat vor einer drohenden Hungerkatastrophe in seinem Land gewarnt und die internationale Gemeinschaft dringend um Hilfe gebeten. Kenia stehe eine "nationale Katastrophe" bevor, sagte Kibaki am Mittwoch in Nairobi.
Auf Grund einer Dürreperiode fehlten dem Land in den nächsten sechs Monaten 156.000 Tonnen Nahrungsmittel im Wert von ungefähr 76 Millionen Dollar (61,4 Mill. Euro). Die staatlichen Vorräte reichten nur noch für einen Monat.
Zusätzlich würden 32 Millionen Dollar an Hilfsgeldern benötigt. Alles in allem litten etwa 3,3 Millionen Menschen und damit jeder zehnte Kenianer an Hunger und bedürften sofortiger Hilfe, betonte Kibaki. Unter den Betroffenen seien auch 1,5 Millionen Schüler.
Die letzte Hungersnot erlebte Kenia zwischen 2000 und 2002. Damals waren etwa 4,4 Millionen Bewohner des ostafrikanischen Landes von internationaler Hilfe abhängig.(apa/red)
