FP-Granden auf Reisen: Gorbach und Haider mit Wirtschaftsdelegation in Belgrad
- Wirtschaftsbeziehungen sollen intensiviert werden
- Gorbach reist später nach Kroatien weiter
Vizekanzler Hubert Gorbach (F) und Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (F) reisen heute mit einer Wirtschaftsdelegation nach Belgrad. Zweck der Reise ist es, die Wirtschaftsbeziehungen zu intensivieren. Gorbach wird danach auch Kroatien und Rumänien besuchen, Haider kehrt am Mittwochabend nach Österreich zurück. Mit dabei sind Vertreter von einem Dutzend Firmen.
Auf dem Programm stehen unter anderem Gespräche mit Predrag Ivanovic, dem Minister für Außenwirtschaftsbeziehungen von Serbien-Montenegro sowie mit Predrag Bubalo, dem serbischen Minister für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland. Zu Mittag gibt es ein Treffen mit dem Vizeministerpräsidenten der Republik Serbien, Miroljub Labus, auch ein Zusammentreffen mit Premier Vojislav Kostunica steht auf der Agenda. Gorbach begründete seine Initiative am Dienstag gegenüber der APA, die Reise sei ein Werbefeldzug für österreichische Firmen: "Es gilt, vergessene Märkte vor der Haustüre zu erschließen und Österreichs Position als Drehscheibe zu erhalten."
Um Aufträge an Land zu ziehen, sei es entscheidend, den politischen Rückhalt für die heimischen Unternehmen offiziell zu demonstrieren, unterstrich Gorbach. Neben der wirtschaftlichen Dimension bestehe aber auch die politische, den Ländern auf ihrem Weg nach Europa Rückhalt zu vermitteln. "Wir besuchen alte Freunde vor dem Hintergrund einer neuen Gemeinschaft", sagte der Vizekanzler. Immerhin habe Kroatien seit einem Monat Beitrittskandidaten-Status, was Österreich sehr freue, denn "wir haben diese Entwicklung immer gefördert". Rumänien peile einen EU-Beitritt im Jahre 2007 an und sei ebenfalls ein wichtiger Markt. Für Serbien soll der Besuch der hochrangigen österreichischen Delegation laut Gorbach ein "Zeichen der Unterstützung auf seinem Weg nach Europa" darstellen.
An der Mission teilnehmen werden unter anderen die Mobilkom Austria, die Austria Antriebstechnik AG mit Sitz in Spielberg, die Hypo-Alpe-Adria-Bank Belgrad, das Kärntner Unternehmen Hobas Rohre GmbH und das Villacher Architekturbüro Lengger sowie die Via Donau Entwicklungsgesellschaft mbH für Telematik und Donauschifffahrt. Mit dem Besuch in Serbien soll die positive Entwicklung der vergangenen Jahre verstärkt werden. Nach Angaben des Infrastrukturministeriums ist das Außenhandelsvolumen mit Serbien von 216 Mio. Euro im Jahr 2000 auf mehr als 460 Mio. im vergangenen Jahr gestiegen. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der österreichischen Niederlassungen in Serbien von 40 auf 140 gestiegen.
(apa/red)
