Dienstag, 13. Juli 2004

Monsunfluten fordern immer mehr Opfer: 300 Tote in Indien, Bangladesch & Nepal

  • Katastrophale Lage: Millionen Menschen sind obdachlos oder von den Fluten eingeschlossen

Die Monsunfluten haben in Indien und den Nachbarländern Bangladesch und Nepal bis Mittwoch mindestens 326 Todesopfer gefordert. Für Bangladesch und Nordostindien wurde in den nächsten Tagen weiterer Regen und damit eine weitere Verschlechterung der Lage in den Flutgebieten erwartet, wie Behörden mitteilten. Im Unionsstaat Assam trat am Mittwoch der Brahmaputra über die Ufer und überschwemmte Teile der Metropole Gauhati.

Die Regierung von Assam bat das Rote Kreuz um Nahrungsmittel, Trinkwasser, Kleidung, Zelte und Moskitonetze. Benötigt werden auch Medikamente und ärztliches Personal. Mindestens fünf Millionen Menschen haben in dem Unionsstaat infolge der heftigen Regenfälle bereits ihre Häuser verloren oder sind von den Fluten eingeschlossen. Betroffen sind auch die Staaten Kerala, Uttar Pradesh und Bihar, wo am Mittwoch 23 neue Todesfälle gemeldet wurden.

In Nepal verwüsteten Erdrutsche in der Nacht fünf Dörfer in einer Bergregion östlich der Hauptstadt Kathmandu. Elf Menschen wurden getötet, wie örtliche Behörden mitteilten. Rettungskräfte verteilten in der Region Nahrungsmittel, Kochgeschirr und Plastikplanen als Notunterkünfte. Nach offiziellen Angaben kosteten die Fluten in Nepal bislang 69 Menschen das Leben, die tatsächlichen Zahlen dürften aber weitaus höher liegen, sagte ein Sprecher der Krisenverwaltung.

In Bangladesch trat am Dienstag der Fluss Jamuna über die Ufer und überschwemmte 40 Dörfer. Die meisten der bisher gemeldeten 55 Todesopfer in Bangladesch sind Kinder.

(apa/red)

13.7.2004 09:54