Innsbrucker Bischof zur Sex-Affäre: Scheuer fordert Untersuchung von außen
- Mögliche Konsequenzen für Krenn sind "zu bedenken"
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Das Schreiben im Wortlaut zum Nachlesen
In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" fordert der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer im Zusammenhang mit dem Sex-Skandal im Priesterseminar St. Pölten eine Untersuchung "mit klarem Blick und ohne Vertuschung. Es wäre gut, wenn die Instanzen von außen kommen".
Scheuer kritisiert, die Verantwortlichen in St. Pölten hätten in der Priesterausbildung "bestimmte Kriterien, die die menschliche Reife anlangen, nicht so beachtet, wie es notwendig gewesen wäre." Mit der Weigerung Krenns, seine Seminaristen in das gesamtösterreichische Vorbereitungsjahr zu schicken, habe man "einen insgesamt guten Weg verlassen."
Der Bischof unterstreicht die Tatsache, dass es sich um ein gesamtösterreichisches Problem für die Kirche handle. Die Bischöfe könnten allerdings "nicht einfach in eine andere Diözese hineinregieren". Diese Verantwortung liege bei Rom. Angesprochen auf die Aussage des St. Pöltner Bischofs Kurt Krenn, die Vorfälle gingen die Bischofskonferenz "einen Dreck an", reagiert Scheuer mit Befremden. Krenn zeige selbst "eine gewisse Opposition" zu den übrigen Bischöfen.
Betreffend möglicher Konsequenzen an der Spitze St. Pöltens formuliert er: "Das wird sich im Konkreten herauskristallisieren. Es ist zu bedenken, ob Konsequenzen vorzusehen sind."
Wegen der großen Resonanz der "italienischen Medien" und der klaren Stellungnahme des stellvertretenden Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Egon Kapellari, erwarte er sich, "dass sich der Vatikan rasch der Causa annehmen wird". Er glaube, dass die Kirche aus den 90ern gelernt habe, "was rechtliche und personale Verantwortung anlangt", so der Innsbrucker Oberhirte.
Noch mehr Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe von "profil"!
